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Wohnfläche zu klein – Kaufpreis wird gemindert

Wer eine Altbauwohnung kauft, kann den Kaufpreis mindern, wenn die Wohnfläche um mehr als zehn Prozent kleiner ist, als vom Verkäufer angegeben. Rechtsexperte Christoph Flechtner von der Bausparkasse Schwäbisch Hall verweist dazu auf das jüngste Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth (Az. 12 O 4999/09). Nach Auffassung der Richter kommt es hierbei nicht einmal darauf an, ob die falsche Wohnfläche im Kaufvertrag festgehalten und ob eine Haftung für das Flächenmaß vertraglich ausgeschlossen ist.

Im vorliegenden Fall hatte der Kläger eine Dachgeschosswohnung vom Bauträger erworben, die dieser in seiner Preisliste mit einer Wohnfläche von 53,76 Quadratmeter angeboten hatte. Nachdem der neue Eigentümer in die zuvor noch vom Bauträger sanierte Wohnung einziehen wollte, stellte er fest, dass die Wohnung gerade mal 40 Quadratmeter groß war. Das Landgericht Nürnberg-Fürth entschied, dass der Bauträger dem Käufer 29 000 Euro, knapp ein Viertel des Kaufpreises von 115 000 Euro, zurückerstatten muss. Flechtner: „Auf die Angaben des Verkäufers zur Wohnfläche muss Verlass sein.“

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