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Wodurch wird die Ruhe gestört?

Zu: „Blitzer auf dem Friedhof“, vom 8. März

Wir wohnen seit 1976 am Friedhofsweg, der seinerzeit ausschließlich dazu diente, den Friedhof zu erreichen. Jahre später wurde er umgewidmet, die Buslinie wurde verlegt und seither ist der Friedhofsweg die Querspange zwischen Hagener- und Grießemer Straße, ohne dass eine bauliche Veränderung diesen ehemaligen Feldweg dafür hergerichtet hätte.

Ich habe immer wieder durch Anträge versucht, hier ein Tempolimit zu erreichen. Vor einigen Jahren hat dann Herr von Bodecker vom Seniorenbeirat den Antrag gestellt, dieser wurde abgelehnt.

Einige Zeit später fuhr die Verkehrskommission vom Friedhofsparkplatz auf den Friedhofsweg, dabei soll es mit einem „Raser“ zu einem „Bei-naheunfall“ gekommen sein. Kurze Zeit später war die Tempo-30-Zone eingerichtet. (Es ist ein Schelm, der Böses dabei denkt.)

Nun freuen wir uns, dass endlich Maßnahmen ergriffen werden, die diese „Raser“ sanktionieren. Wo dafür die Messgeräte stehen, ist uns als Anlieger völlig egal, unsere Garageneinfahrt würden wir sogar zur Verfügung stellen. Wenn nun ein Gerät am äußersten Rand des Friedhofs steht, hinter Baum und Hecke, ist das nicht pervers, sondern notwendig. Eine gewisse Perversion würde ich darin sehen, wenn sich die Behörden durch eine solche Dummschwätzerei davon abhalten ließen, zu messen, weiterhin ohne Sanktionen gerast wird und dabei dann womöglich ein Schulkind oder ein Friedhofsbesucher zuschaden kommt.

Der Sprecher der Stadt erklärt: Die Friedhofsruhe dürfe nicht gestört werden – wodurch wird sie eigentlich gestört? Die Blitzgeräte geben keine Geräusche von sich und bei Sommergewittern blitzt es auch. Wir fühlen uns hier gelegentlich durchaus in unserer Ruhe gestört, wenn stundenlang mit diesen „Höllenmaschinen“ das Laub auf dem Friedhof von einer Seite zur anderen Seite der Wege geblasen wird, und wir leben noch.

Was uns besonders beeindruckt ist die große Zahl derer, die erwischt wurden. Wenn an einer Einfallstraße zur Stadt solche Zahlen erreicht würden, wunderte mich das nicht, aber auf dieser Querspange, 500 Meter lang und sehr schmal, so viele Geschwindigkeitsübertretungen, ist erschreckend. Es zeigt, dass viel öfter gemessen werden sollte, auch mit einem Blitzer hinter der Friedhofshecke.

Der Zeitpunkt, zu dem gemessen wurde, war ja eine eher verkehrsarme Zeit.

Das Ergebnis wäre mit Sicherheit viel schlimmer gewesen, hätte man zwischen 7 Uhr und 9 Uhr oder zwischen 17 Uhr und 19 Uhr gemessen. In dieser Zeit wird diese Querspange benutzt, von dem Personenkreis, der ins nordwestliche Kurgebiet fährt und aus Richtung Hagen oder Lügde kommt.

Günter Töberich, Bad Pyrmont




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