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Wie ein kleines Wunder: Ingela und Hein Schweer ernten vier Kartoffelkörbe voller Zitronen

Wo in Steinhude die Zitronen gedeihen...

Steinhuder Meer (caf). Zitronen am Mittelmeer - das verwundert niemanden. Zitronen am Steinhuder Meer? Das klingt nicht sehr realistisch. Ist es aber. Ingela und Hein Schweer haben vier Körbe voll mit diesen sauren Früchtchen geerntet.

Ungwöhnlicher Ertrag: Vier Körbe voller Zitronen haben Ingela un

Mediterrane Sehnsucht haben die beiden Steinhuder nicht. Schließlich wirkt ihre Terrasse am Ufer wie ein lauschiges Plätzchen am Mittelmeer. Ein geschwungenes Balkongeländer, weiße Putten und vor allem reichlich Zitronenbäume und Rosen vermitteln südländisches Flair. Und Früchte trägt die ungewöhnliche Gestaltung auch: Vier Kartoffelkörbe gefüllt mit Zitronen ernten die Steinhuder im Jahresdurchschnitt. "Vermutlich liegt das an diesem besonderen Klima und den weißen Terrassenplatten", meint Ingela Schweer. Zitronen brauchen in freier Natur viel Sonne, um blühen und fruchten zu können. Temperaturen unter zehn Grad mögen sie nicht. Also gleicht die reichhaltige Ernte am Steinhuder Meer schon einem kleinen Wunder. Ursprünglich stammen Zitronen aus Indien und China. Mit den Kreuzfahrern kamen sie nach Südeuropa. Heute werden sie in den Ländern rund ums Mittelmeer in großen Plantagen produziert. Rund 140 000 Tonnen Zitronen kommen jährlich nach Deutschland, drei Pfund verbraucht der Durchschnittsdeutsche pro Jahr. Da ein Baum zwölf Monate lang gleichzeitig Blätter, Blüten und Früchte trägt, kann jederzeit geerntet werden. Hauptpflückzeit sind - wie bei allen Zitrusfrüchten - aber die Wintermonate. Zukaufen müssen die Schweers also nicht. Stattdessen verschenken sie einige Früchte. Würzen damit selbstgekochte Marmeladen oder verzehren die gesunde Frucht in heißen Getränken. "Letztes Jahr gab es bei uns ein Rosenfest. Für 2008 planen wir ein Zitronenfest", freut sich der Hobbykoch Hein Schweer über die vielen vitaminreichen Früchte.

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