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Wo es auf der Straße Springe-Bad Münder Probleme gibt

BAD MÜNDER. Es war der 25. Juli 2010, ein sonniger Sonntag, da trafen sich die Menschen aus Springe und Bad Münder zu einem großen Fest – mitten auf der Verbindungsstraße zwischen beiden Städten.

Loch im Asphalt: Sowohl auf dem Radweg als auch auf der Fahrbahn der Straße Springe-Bad Münder sind nach wenigen Jahren Schäden aufgetreten. FOTOS: Rathmann
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Dessen fast abgeschlossene Sanierung für 650 000 Euro feierten die Bürger mit einem autofreien Sonntag. Jetzt, gut achteinhalb Jahre später – keine lange Zeit in Fahrbahnjahren – zeigen sich viele Schäden auf Straße und Radweg, an mehreren Stellen stehen entsprechende Warnschilder. Was ist denn da los?

Die Natur ist los – das sagt, zusammengefasst, Markus Brockmann. Der Leiter der zuständigen Landesstraßenbehörde in Hameln hatte auch die Sanierung verantwortlich begleitet, über die Kreisgrenzen hinweg in Kooperation mit den Kollegen in Hannover.

Ihn und die Mitarbeiter beschäftigen neben Löchern in der Oberfläche im Bereich der Friedhofskreuzung vor allem zwei Bereiche: Zum Einen der Radweg – vor allem in Höhe des Golfplatzes. Dort, erklärt Brockmann, fechtet eine nicht näher identifizierte Pflanze den steten Kampf Natur gegen Mensch aus: „An einer Stelle schiebt sie ihre Blätter immer wieder durch den Asphalt.“ Auf der Straße wäre das kein Problem. Doch auf dem Radweg kommt zu wenig Druck von oben. Und die Pflanze hat Zeit und Muße, sich auszubreiten. „Das ging schon zwei Jahre nach der Sanierung los“, sagt Brockmann.

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Das Ergebnis: Unebenheiten im Radweg, die schließlich so stark waren, dass dort nun Schilder davor warnen. Bekämpfen könne man die Pflanze nur, indem man sie unter dem Radweg ausgrabe – zu teuer und aufwändig.

Das gilt auch für die mögliche Lösung des zweiten größeren Problems: Die Brücke über die Bahnstrecke auf Springer Gebiet. Hier weist die Fahrbahn ebenfalls Schäden auf – aber laut Brockmann nicht, weil bei der Sanierung gepfuscht wurde. Das Problem ist vielmehr der meterhohe Damm, auf dem die Brücke über die Schienen läuft: Er sacke – wenn auch sehr langsam – ab. Dadurch sei die Brücke zwar nicht einsturzgefährdet. Aber: Es bilden sich Unebenheiten in der Fahrbahn.

Diese haben jetzt im ersten Schritt dazu geführt, dass die Straßenmeisterei Wennigsen dort Warnschilder aufgestellt hat. Langfristig (Brockmann spricht von Jahren) wird dann eine Reduzierung der erlaubten Geschwindigkeit auf Tempo 70 oder gar 50 folgen. Und irgendwann auch eine erneute Sanierung.

Lässt sich dieser Fehler nicht beheben? Theoretisch ja, sagt der Experte. „Dann müsste man allerdings die Brücke und den ganzen Damm abtragen und alles komplett neu aufbauen.“ Dafür seien – bei aller Wichtigkeit der Route für den regionalen Verkehr – der Aufwand und die Kosten zu hoch: „Das würde man vielleicht bei einer Autobahn machen, bei der das Problem einmal im Jahr so stark auftritt.“



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