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Imkerverein Rinteln präsentiert sich mit Stellwänden / Andere Vereine folgen

Wo Bücher auf andere Hobbys treffen: Neues Projekt in der Stadtbücherei

Rinteln (cok). Immer offen für schöne Neuerungen, wie es ihre Art ist, war Stadtbücherei-Leiterin Andrea Tuschke sofort sehr angetan von einem Vorschlag des Rintelner Imkervereins - im Lesesaal eine Ausstellung zu zeigen mit Büchern und Informationen über das Hobbyimkern. Und nicht nur das: Auch in Zukunft sollen Vereine, die auf sich aufmerksam machen und neue Mitglieder suchen wollen, solche Ausstellungen organisieren dürfen.

"Hier gehen monatlich rund 4500 Besucher aus und ein", sagt Tuschke. "Es ist doch eine tolle Idee, den Bürgern die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Hobbys der Öffentlichkeit vorzustellen und damit auch anderen Menschen Anregungen für ihre Freizeit zu geben." So steht das neue Projekt auch unter dem Titel: "Mein neues Hobby - informieren, mitmachen, Spaß haben." Gerne gesehen wird es, wenn die Ausstellenden bereit sind, einige Bücher zu ihrem Thema dann auch zu spenden. "Aber verlangen tun wir das nicht." Ab sofort ist im Lesesaal eine kleine Hobbybibliothek rund um das Imkern zu sehen. Klaus Koschnick, Vorsitzender des Kreisimkerverbandes, und sein Kollege Bernd Kretschmer brachten die Bände vorbei, dazu jede Menge Informationsmaterial. Auf die Idee so einer Präsentation der Hobbyimkerei war Bernd Kretschmer gekommen, der immer mal wieder einzelne an der Imkerei Interessierte aus dem Landkreis an die örtlichen Büchereien verwies, wo aber kaum Bücher zum Thema zu finden waren. "Wir brauchen Imkernachwuchs, unbedingt", meint er. "Selbst die Politiker werden langsam nervös, weil es immer weniger Imker gibt und damit auch immer weniger Bienenvölker." Wo die Bienen fehlen, wird nicht nur Honig Mangelware, sondern es fehlt dann einer der wichtigsten Faktoren für die Bestäubung der Pflanzenwelt, allen voran diejenige der Obstbäume. Zudem haben Imker ein berufsbedingtes Interesse am Naturschutz: Der Honig kann ja nur dann ein so gesundes und reichhaltiges Nahrungsmittel bleiben, wenn auch das Ökosystem ringsum funktioniert. Wo sollten Bienen zum Beispiel ihre Nahrung finden, wenn tatsächlich einmal alle Rapsfelder mit Genraps bepflanzt würden, dem die Fähigkeit zur natürlichen Fortpflanzung genommen wäre, weil die entsprechenden Konzerne lieber selbst das große Geschäft mit dem Verkauf von Samen machen wollen. Die Anfänger in der Imkerei finden schnell Unterstützung durch einen "Imkerva- ter", wenn sie den örtlichen Imkereien beitreten. Dort gibt es Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Halten eigener Bienenvölker, es gibt regelmäßig Filme, Vorträge und sonstige Weiterbildungsveranstaltungen, und auch das nötige Gerät kann ausgeliehen werden. Die kleine Präsentation in der Bücherei spricht aber auch Besucher an, die sich einfach für das einzige (neben der Seidenspinnerraupe) als "Haustier" gehaltene Insekt interessieren. Am Sonnabend, 29. März, sind Vertreter des Imkervereins Rinteln in der Stadtbücherei präsent, um zwischen 10 und 13 Uhr alle denkbaren Fragen zu beantworten. Im April dann stellt sich die DLRG vor. Vereine und Gruppen, die ebenfalls diese Möglichkeit nutzen wollen, können sich unter (05751) 404164 melden.




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