×
Konkurrenz im Discounter bereitet Vollkorn-Bäckermeister Karl Wilke Probleme

"Wo Bio draufsteht, soll auch Bio drin sein"

Niedernwöhren (jed). Bäckermeister Karl Wilke muss nicht lange überlegen, wenn er sich zur Entwicklung des Bio-Marktes äußern soll: "Die Nachfrage ist in den letzten Jahren ständig gestiegen. Der Qualitätsanspruch der Kunden wird immer höher. Die Konsumenten sind bereit, für gute Ware auch gutes Geld zu zahlen."Wilke muss es wissen, denn der für seine Produkte mehrfach ausgezeichnete Bäckermeister betreibt seit 1990 eine Vollkornbäckerei in Niedernwöhren, in der biologisch angebautes Getreide verarbeitet wird.

Wilke, der von 1963 bis 1966 in Hamm seine Ausbildung zum Bäckergesellen absolviert hat, 1974 bis 1976 in Berlin zum Bäckereitechniker ausgebildet wurde und 1990 seine Meisterprüfung abgelegt hat, ist in Niedernwöhren von Anfang an auf der Bio-Schiene gefahren. Den Kunden gesundes Backwerk zu liefern, ist die oberste Maxime. Wilke: "Wo Bio draufsteht, da soll auch Bio drin sein." Betrieb und Produkte werden mindestens einmal pro Jahr von der EG-Kontrollstelle INAC GmbHüberprüft. Drei Bäcker und ein Auszubildender sind derzeit in der Backstube tätig. Das ausschließlich von heimischen Bio-Landwirten bezogene Getreide wird täglich frisch in der alten Ost-Tiroler-Steinmühle gemahlen und anschließend zu Bio-Vollkornbrot, Brötchen und Feinbackwaren wie Plunder-, Dauer- und Pikantgebäck verarbeitet. Auch im Angebot: Pizza und Sahnetorten in Bio-Qualität sowie seit kurzem Bio-Dinkel-Knäckebrot. Die Brotpalette hat sich rasant nach oben entwickelt. Wurden anfangs drei Sorten angeboten, so sind es heute sage und schreibe dreißig. Dazu gehören allerdings auch sogenannte Saisonbrote wie Kartoffel- oder Grünkohlbrote. Weitere Spezialitäten sind cholesterinfreies Brot, Diabetiker-Brot und lactosefreies Brot sowie lactosefreier Kuchen. Besonders gefragt ist derzeit das Dinkelsaatenbrot und das Roggen-Dinkelbrot. "Der Konkurrenzkampf mit den Supermärkten, die ja auch Bio-Brot anbieten, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein hartes Brot." Weil einige seiner Kunden es wünschen, bietet Wilke neben Vollkornprodukten auch Brötchen und Kuchen aus Weißmehl an. Den Anteil seiner Stammkunden schätzt Wilke auf rund 60 Prozent. Diese kommen nicht nur aus Niedernwöhren und den umliegenden Gemeinden, sondern auch aus Loccum und dem benachbarten Ostwestfalen. Außerdem werden Naturkostläden in Bad Nenndorf, Barsinghausen, Bückeburg, Hille, Lauenau, Minden, Neustadt, Petershagen, Porta Westfalica, Ronnenberg, Springe, Stolzenau und Wennigsen sowie Schulen in Garbsen, Wunstorf und Steinhude beliefert. Der firmeneigene Verkaufswagen steht auf den Wochenmärkten in Stadthagen, Obernkirchen, Bad Nenndorf und Lahde. Dort ist Ehefrau Christa für Beratung und Verkauf zuständig.




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt