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Wisentgehege feiert Verbandsjubiläum

ALVESRODE. Vor 50 Jahren wurde der Deutsche Wildgehege-Verband (DWV) gegründet. Das Jubiläum hat der Verband jetzt im Wildpark Lüneburger Heide gefeiert. Während der Jahresversammlung wurde Thomas Hennig, Leiter des Wisentgeheges, für 50 Jahre Mitgliedschaft seines Wildparks geehrt.

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Juliet Ackermann Redakteurin zur Autorenseite

Das Wisentgehege ist Gründungsmitglied. Der Gründungszweck 1970 war der fachliche Austausch und die Bildung einer gemeinsamen Interessenvertretung. Die Ziele heute sind vielschichtiger: Nicht nur der fachliche Austausch, sondern auch die Fortbildung der Mitglieder in der Umweltbildung, der Tierhaltung, sowie Immobilisations-Lehrgänge werden angeboten. Die Mitglieder des DWV haben einen hohen Anspruch an eine gute Praxis der Tierhaltung. Sie wirken mit an Gesetzgebungsverfahren, sowie bei der Erstellung von Gutachten zur Tierhaltung. Die DWV-Mitglieder sind Vorreiter in der Ausbildung und Zertifizierung der Umweltpädagogik mit der sogenannten „Umweltbildungsoffensive“ deren Maßnahmen bereits Einzug in EU-Richtlinien gehalten haben. Sie greifen gesellschaftsrelevante Themen auf, wie etwa „Die neuen Wilden“, eine Kampagne zur Aufklärung zu invasiven Arten wie zum Beispiel Waschbären und Nutrias. Die Positionierung zum Thema Wolf ist eindeutig. Dazu gibt es eine enge Zusammenarbeit mit den Berufsgenossenschaften zur Entwicklung der Arbeitssicherheit in Wildparks. Außerdem initiiert der DWV seit vielen Jahren die Rotwildwoche um Besuchern von Wildparks die Brunft dieser heimischen Tierart nahe zu bringen. All diese Themen werden in der Zeitung „Wildtierzeit“ aufgegriffen.

„Der DWV ist mittlerweile eine internationale Vereinigung von Wildparks, zoologischen Einrichtungen, Falknereien, Wildttierauffangstationen und weiteren Fachbetrieben, die Wildtiere in menschlicher Obhut halten, um sie interessierten Besuchern näher zu bringen, sagt Vorstandsmitglied Volker Walter von der Falknerei Walter. Der Wildgehege-Verband ist die größte Vereinigung von Tiergärten in Deutschland. Die enge Verbindung zu den Wildgehegen in Österreich und der Schweiz sorgen für einen regen über die Grenzen Deutschlands hinausgehenden Austausch.

Man kann als Betrieb nicht einfach eintreten, sondern muss die Mitgliedschaft beantragen. Nach Betriebsprüfung durch erfahrene Kollegen schlägt der Vorstand die Betriebe vor. Diese müssen sich dann auf der Jahreshauptversammlung präsentieren, danach stimmen die Mitglieder ab. Mittlerweile gehören dem DWV rund 160 Mitglieder an.

Das Wisentgehege im DWV beteiligt sich an der Rotwildwoche sowie dem Waschbärtag, Thomas Hennig ist Mitglied in der Arbeitsgruppe Tierbestandsmanagement und Mitglied im Redaktionsteam der „Wildtierzeit“. Das Wisentgehege ist im Rahmen der Umweltbildungsoffensive zertifiziert nach Stufe 2 (Premiumzertifikat).




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