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Finanzausschuss der Stadt dafür

Wirtschaftsförderer für Bad Nenndorf kommt im Sommer

Bad Nenndorf (rwe). Die Stadt Bad Nenndorf bekommt vermutlich schon im Sommer einen Wirtschaftsförderer. Der Finanzausschuss hat sich dafür ausgesprochen, 30 000 Euro als Personalkosten und 10 000 an Sachkosten dafür im Haushalt 2007 aufzunehmen. Ob diese Summen auf Dauer reichen, bezweifelten die Politiker. Über das Arbeits- und Aufgabenfeld sind auch noch Fragen offen.

Was macht eigentlich ein Wirtschaftsförderer in Bad Nenndorf den lieben langen Tag? Stadtdirektor Bernd Reese, der gerne eine 30-Stunden-Kraft einstellen möchte, hat dem Finanzausschuss das Arbeitsfeld skizziert. 30 Prozent sind für die Zusammenarbeit mit der Kur- und Tourismusgesellschaft veranschlagt, 40 Prozent für die Kontaktpflege zu Unternehmen und Akquise neuer Betriebe, 25 Prozent sind anfangs für das Anerkennungsverfahren nach der neuen Kurort-Verordnung vorgesehen und fünf Prozent zur Pflege des Ortsbildes. Bei der Aufstellung vermisste SPD-Ratsherr Volker Busse die wichtigsten Aufgaben: "Die Vermarktung Bad Nenndorfs, die Heilmittelförderung und Hilfestellung bei Neuansiedlungen", nannte er dazu. Er sprach sich dafür aus, den Wirtschaftsförderer zunächst bei der Stadt einzustellen und nächstes Jahr dann in den Stellenplan der Samtgemeinde aufzunehmen. Parteifreund Herbert Kruppa bezweifelte, dass die kalkulierten 30 000 Euro für einen guten Wirtschaftsförderer reichen. "Das ist utopisch." Frank Steen (WGN) wünscht sich einen Visionär auf dem Stuhl, "nicht nur einen Ausführer". Er forderte, die Stelle bundesweit auszuschreiben und nicht als Fördermaßnahme anzulegen. "Wenn es einen Zuschuss von der Agentur für Arbeit gibt, dann sollten wir ihn in Anspruch nehmen." Er sah den Posten bei Bad Nenndorf. Für die Stadt habe der Wirtschaftsförderer am meisten zu tun. Falls auch Arbeit für die Samtgemeinde anfalle, müsste diese die Kosten erstatten. Ellen Hültenschmidt (CDU) sprach sich zunächst dagegen aus, die Stelle einzurichten. Sie bezweifelte, dass es auf diesem Weg gelingen kann, die Gewerbegebiete zu vermarkten. Das sah Bernd Reese anders. Die Stadt brauche jemanden, um Unternehmer zu begleiten. Zugleich könnte sich der Kandidat um die Heilmittelförderung kümmern, sollte sich das Staatsbad eines Tages daraus zurück ziehen. Er fügte hinzu, wie wichtig das Prädikat Bad sei. Die Stelle soll direkt dem Stadtdirektor zugeordnet werden, "um schnell reagieren zu können". Er schlug vor, es beim Ansatz von 30 000 Euro zu belassen. "Das stellt nicht unbedingt das Jahressalär dar." Er rechnet mit einem Einstiegsdatum im Juli oder August. Reese versicherte, diese Personalie "nicht im Alleingang" abwickeln zu wollen. Der Ausschuss empfahl schließlich einstimmig die Ausschreibung, die im März erfolgen und die der Verwaltungsausschuss mit begleiten soll. Stimmt auch der Rat zu, will Reese im Mai die ersten Gespräche mit Bewerbern führen.



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