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IHK kooperiert mit Unternehmen und Schulen / Zwei Auszubildende gewonnen

„Wirtschaft macht Schule“

Hameln. Gegen die von der Wirtschaft viel beklagte unzureichende Berufsorientierung von Schülern setzt die Hamelner Geschäftsstelle der IHK Hannover auf Kooperation zwischen Unternehmen und Schulen. Das Ergebnis der ersten gemeinsamen Projektarbeit war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. „Wir hoffen, dass dieses Pilotprojekt Schule macht“, betonte Dr. Dorothea Schulz, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Hameln, während der Abschlussfeier in dem Unternehmen. Die Zusammenarbeit habe gezeigt, dass es auch anders gehe.

Unter dem Motto „Wirtschaft macht Schule“ hatten die in Hameln ansässige Firma Schubs, Steuerungstechnik, und die Kooperative Gesamtschule Salzhemmendorf (KGS) im März 2013 einen Kooperationsvertrag geschlossen, der es den Schülern ermöglicht, unter fachlicher Anleitung praxisbezogene Einblicke zu erlangen. 18 Realschüler der KGS des Profilfachs Technik waren die Ersten, die es ausprobieren konnten. Es habe bestens funktioniert, sind sich alle Beteiligten einig. „Die Schüler haben viel gelernt, und zwar auf Augenhöhe mit den Erwachsenen“, betont KGS-Lehrer Sebastian Happe, der das Projekt gemeinsam mit seinen Kollegen Sabrina Niemeyer und Andreas Lübbers betreut hat. Von Oktober vergangenen Jahres bis Mai 2014 habe ihnen die Firma Schubs einen guten Wegweiser in technische Zusammenhänge an die Hand gegeben. „Die Arbeit hat uns sehr viel Spaß gemacht“, bilanzierten der Schüler Jan Klages und seine Mitstreiter. „Ziel des Projekts war, einen Schaltschrank zu fertigen, der unter anderem durch Programmierung einer Industriesteuerung sämtliche Anforderungen einer industriell gebräuchlichen Elektroausrüstung erfüllt“, erläutert Schubs-Geschäftsführer Axel Schulz.

Auf diese Weise sollten die Schüler erste Einblicke in den Beruf des Elektrotechnikers bekommen. Start des Projekts war eine Betriebsbesichtigung in der Firma Schubs. Firmenmitarbeiter Benjamin Anders habe in 80 Arbeitsstunden die Planung und Projektierung des Projekts übernommen. Die Montage der insgesamt acht Schaltschränke erfolgte in der KGS und zwar wöchentlich in je vier Schulstunden. „Die Arbeit beinhaltete den mechanischen Aufbau und die Verdrahtung der einzelnen Bauelemente eines Schaltschranks“, erklärt Anders. Finanziert wurde das Projekt durch Sach- und Geldspenden von Lieferanten der Firma Schubs sowie mit 1200 Euro vom Eltern-Förderverein der KGS. „Erfreulich ist außerdem, dass wir zwei Schüler aus dem Projekt als Auszubildende gewinnen konnten“, betont Axel Schulz. sto

Bei der Abschlussfeier präsentierten die Schüler ihre Arbeit. Vorne links: Dr. Dorothea Schulz (IHK), Axel Schulz (Geschäftsführer Schubs) und Benjamin Anders (Projektleiter bei Schubs), rechts: die Pädagogen Sabrina Niemeyer und Sebastian Happe.sto




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