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Katholische und evangelische Sternensinger spenden den Segen für das neue Jahr

„Wir wollen den Kindern helfen“

BAD MÜNDER. Als Könige verkleidete Jungen und Mädchen im Alter zwischen 8 und 15 Jahren machen sich am Freitag und Samstag auf den Weg, um die Segensbitte „C+M+B“ an die Häuser zu schreiben. Die Spenden, die in diesem Jahr zusammenkommen, sollen Kindern in Indien zugutekommen, die unter Kinderarbeit leiden.

Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 15 Jahren zogen am Freitag aus, um den Segen für 2018 zu spenden. Foto: lindermann
Johanna Lindermann

Autor

Johanna LindermannDWZ Volontärin

Letzte Kronen werden gerichtet und samtige Umhänge in Rot, Gold, Grün oder Blau anprobiert, mit denen sich die Kinder „wie Superhelden“ fühlen, dann ziehen die als Heilige Drei Könige verkleideten Mädchen und Jungen von der St.-Johannes-Baptist-Kirche aus los. Ihre Aufgabe: den Segen für dieses Jahr in Haushalte der ganzen Stadt tragen.

Zwischen 8 und 15 Jahre alt sind die kleinen Sternsinger, die am Freitag in alle Teile der Stadt Bad Münder ausströmten. Ausgestattet mit dem „Friedenslicht von Bethlehem“ in kleinen Laternen und einem großen Stern klingeln sie am Freitag und Samstag insgesamt an rund 225 Türen und bringen Lieder wie „Seht ihr unseren Stern dort stehen“ zum Besten. Dann folgt natürlich der obligatorische Schriftzug mit der Segensbitte „C+M+B“ („Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“) an den Türen und Balken der besuchten Familien, Krankenhäuser und Pflegeheime.

Unter den kleinen Segensbringern waren dabei aber nicht nur Mitglieder der katholischen Kirche, sondern auch einige Kinder der evangelisch-lutherischen Petri-Pauli-Gemeinde. „Es waren schon oft evangelische Kinder mit dabei. Durch das Luther-Jubiläum im letzten Jahr hat sich das noch einmal mehr forciert“, erklärt Maria Ballmaier vom Organisationsteam den ökumenischen Gedanken. „Es ist wirklich eine tolle Zusammenarbeit aller Kirchen.“

Auch in diesem Jahr kommt das Geld, das die Sternsinger sammeln, wieder Kindern in anderen Ländern zugute. So kamen 2017 rund 6000 Euro für notleidende Kinder in ärmeren Ländern zusammen – mehr als in den Jahren zuvor. In diesem Jahr soll das Geld nach Indien fließen, um Gleichaltrige, die durch Kinderarbeit ausgebeutet werden, zu unterstützen.

„Wir wollen den Kindern helfen“, sagt die achtjährige Antonia, die schon seit mehreren Jahren bei den Sternsingern dabei ist. Auch für die zwölfjährige Franziska ist es nicht das erste Mal. „Es macht uns selbst auch Spaß und Freude, etwas zu geben. Wir freuen uns, wenn die Leute etwas Geld für die Kinder spenden“, sagt sie stolz.

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