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Planet Emily im NDZ-Interview / Neue Single „Atme aus“ erscheint am 5. März

„Wir sind jetzt da angekommen, wo wir musikalisch immer hin wollten“

Der Trend zur deutschsprachigen Musik setzt sich bei den Schallplattenfirmen und auch beim Publikum immer mehr durch. Ob Silbermond, Revolverheld oder Madsen – „Made In Germany“ ist wieder in und gefragt. Der einst brachliegende Deutschrock wird seit Jahren neu belebt und verweist sogar Superstars wie Robbie Williams und Madonna auf die Plätze.

Immer wieder heben sich Bands aus der breiten Masse hervor, die mit frechen, frischen Texten und dem Gespür für gute Kompositionen Fans und Medien gleichermaßen begeistern. So auch Planet Emily, die seit mehr als sechs Monaten mit ihren Songs den deutschen Musikmarkt ordentlich durchschütteln. Froh sind die „Planeten“ darüber, dass man nicht einer Casting-Show entsprungen ist, sondern sich durch eiserne Disziplin und Freude an der Musik nach oben geboxt hat.

Caro: Wir wissen, dass die Gewinner oder Zweitplatzierten von Casting-Shows für kurze Zeit eine ungemein große Popularität genießen, aber auch ebenso schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt werden. Bei uns hat eben alles etwas länger gedauert, wir mussten uns finden, vieles musste noch verfeinert werden. Letztendlich hat sich jedoch alles zum Positiven entwickelt. Jetzt sind wir reif, um richtig durchzustarten.

2005 wurde die Gruppe gegründet und spielt nach einigen Umbesetzungen seit einem Jahr in folgender Besetzung: Daniela Liesche (Schlagzeug), Carolin Schmieding (Gesang), Lennart Baetge (Gitarre) und Timo Kahl (Bass). Mit „One Night Stand“ erschien im August 2009 die Debütsingle, kurze Zeit später folgte der Longplayer „10 000 Volt“, am 5. März 2010 wird mit „Atme aus“ die nächste Single aus dem aktuellen Album veröffentlicht.

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Carolin Schmieding setzt mit ihrer Stimme wichtige Akzente.

Caro: Da „Atme aus“ zu den Lieblingssongs von uns gehört, war auch die Plattenfirma damit einverstanden, dass wir diesen Titel als nächste Single veröffentlichen. Ich habe das Lied noch einmal neu eingesungen, zudem wurde der Song neu gemastert und abgemischt.

Das Quartett ist froh, dass sich das Label „Coconut“ auf eine längere Zusammenarbeit mit der Band entschieden hat – geplant sind zunächst drei Alben. Dass man sich besonders auf die Fertigstellung des zweiten Albums freut, kommt nicht von ungefähr.

Lennart: Als ich noch nicht fest in der Band war, arbeitete ich zusammen mit Tilmann Weiss als Demo-Produzent für die Gruppe. Dadurch habe ich natürlich im Laufe der Zeit viele Songs komponiert, die ich jetzt der Gruppe vorlege. Wir entscheiden dann zusammen, in wie weit die Titel live-tauglich sind oder auch nur auf das spätere Album verewigt werden sollen.

Caro lachend: Wir könnten also sofort mit der Produktion des zweiten Albums beginnen.

Durch die überaus starke Live-Präsenz haben sich die „Planeten“ eine große Fanbase erarbeitet. Insbesondere Timo und Lennart werden nach Live-Auftritten mit E-Mails nur so bombardiert.

Timo schmunzelnd: Lennart und ich versuchen uns dabei gegenseitig zu toppen.

Lennart: In Hochphasen habe ich manchmal nach Auftritten 30 bis 40 E-Mails pro Woche von überwiegend weiblichen Fans bekommen.

Caro: Schon verrückt, was sich die Fans so manchmal einfallen lassen. Ein Mädchen hat sich einmal mein komplettes Outfit gekauft.

Die Zusammenarbeit mit dem Produzenten- und Songwriterteam bezeichnet die Band als überaus angenehm. Im Rahmen eines Brainstormings wurden Ideen und Anregungen der Gruppe berücksichtigt und wohlwollend in den Produktionsprozess mit aufgenommen.

Caro: Wir durften viele unserer Ideen auch umsetzen, was uns natürlich glücklich und zufrieden gemacht hat. Eigentlich haben wir an allen Stücken mitgearbeitet – bei einem mehr oder weniger – auch wenn wir nicht bei jedem Titel als Texter und Songwriter aufgeführt sind.

Lennart: Wir hatten mehr als 20 Songs zur Auswahl, letztendlich haben wir uns dann für zwölf entschieden. Besonders gefreut hat uns natürlich, dass uns die Plattenfirma bei der Auswahl der Titel auch eine gewisse Kompetenz zugesprochen hat.

Befragt man die Bandmitglieder zu ihren Lieblingsstücken auf dem Album, bekommt man die unterschiedlichsten Antworten.

Lennart: Eindeutig „Atme aus“, da dieser Song einen speziellen Hintergrund für mich hat.

Timo: Ich mag besonders „Wo ist das Licht“.

Caro: „Das gibt es nicht“ ist mein Favorit, da es ein sehr persönliches Lied ist.

Daniela: Ich bin Schlagzeugerin, da muss es richtig abgehen. Daher liebe ich „10 000 Volt“ und „Vielen Dank“.

Am 5. März wird die neue Single „Atme aus“ veröffentlicht. An den Videodreh erinnert sich das Quartett besonders gern.

Caro: Unglaublich, was da alles für uns aufgefahren wurde. Zwei Busse, vollgestopft mit Equipment fuhren vor und machten aus dem Drehort ein kleines Filmdorf. Wir haben in Berlin-Beelitz gedreht, das war einfach gigantisch und gehört zu den bisherigen Highlights in unserer Karriere.

Wünschen wir den „Sympathischen Vier“ alles Gute für die Zukunft. Möge es noch viele dieser Highlights für Planet Emily geben. Die musikalische Ampel steht auf Grün – wohin die Fahrt geht, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. „Keep On Rockin‘, Planet Emily“.




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