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„Vollversion“ tritt bei „Made in Schaumburg“ mit kernigem Deutschrock an

„Wir haben wieder Blut geleckt“

Rinteln/Extertal. Vier gestandene Männer aus dem Extertal bilden die Deutschrock-Band „Vollversion“ und machen eine Musik, die unter der rauen Schale einen ziemlich gefühlvollen Kern durchscheinen lässt – Männermusik, könnte man sagen. Beim Wettbewerb „Made in Schaumburg“ am 13. März im Brückentorsaal sind sie eine von zwei Deutschrock-Bands, die sich unter insgesamt zehn Teilnehmer-Formationen behaupten wollen.
Ihre Chancen stehen bestimmt nicht schlecht. Es hat seinen ganz eigenen Reiz, wie der hardrockige Sound von „Vollversion“ konterkariert wird durch emotionale Texte, und wie die derbe Stimme von Leadsänger Robert Strobel sanfter wirkt durch die Harmonie eines insgesamt dreistimmigen Gesangs. Nur Schlagzeuger Jörg Manicke darf nicht mitsingen, wohl aber die beiden Gitarristen Tobias Hölscher und Heiko Schröder.
Diese Dreistimmigkeit verleiht den Melodien der Songs eine zusätzliche Tiefe und macht sie zugleich so eingängig, dass Fans sie im Handumdrehen mitsingen können. Es geht dabei um Liebe und trotzige Gefühle, um Sehnsucht und manchmal darum, einfach eine Geschichte zu erzählen.
„Ja, die Texte sind schon sehr emotional“, sagt Robert Strobel. „Da wir deutsche Texte schreiben, müssen wir immer aufpassen, dass sie nicht zu sehr nach Schlager klingen.“
Meistens ist er der Komponist und Texter. „Aber wir alle zusammen machen uns viele Gedanken, wir sind wirklich Perfektionisten und müssen das auch sein. Gerade bei deutschen Texten ist die Betonung der einzelnen Worte sehr wichtig, auch die Art, wie wir einzelne Passagen zusammen singen.“ Das alles klappt sehr gut. „Vollversion“ besteht zwar erst seit etwa zwei Jahren, die Vier kennen sich aber schon ewig und spielen auch schon seit ihrer Teenagerzeit zusammen.
Tobias Hölscher und Robert waren lange als Melodic-Punk Band unterwegs und traten unter anderem in Köln und in Salzwedel vor über 1000 Zuhörern auf. „Wir wollten endlich wieder auf der Bühne stehen, erleben, wie die Leute mit uns feiern und singen, das bewegt uns am meisten“, sagt er. Im letzten Jahr war „Vollversion“ bei zwei Festivals dabei: „Da haben wir wieder richtig Blut geleckt.“
Im Extertaler Dörfchen Hummerbruch hat Schlagzeuger Jörg Manicke ein Häuschen gebaut, das mit seinen Steinwänden ganz allein dem Zweck dient, dass „Vollversion“ lautstark darin proben kann. Der Traum wäre, dort bald ein echtes Tonstudio entstehen zu lassen, auf dass aus der gemeinsamen Musik noch mehr als ein Hobby würde.
Der professionelle Internetauftritt von „Vollversion“ mit ihren Songs und Konzertmitschnitten könnte bereits der erste Schritt in diese Richtung sein.

Vollversion


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