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Ortsrat für Deckbergen, Schaumburg und Westendorf fordert: Vorranggebiet "weiträumiger" als bisher planen

"Windräder besser zwischen Stadthagen und die A 2"

Deckbergen (mld). Kein Rintelner Ortsteil möchte Windräder in seinem Gebiet stehen sehen, keine Fraktion ein Vorranggebiet für den Bau der Windkraftanlagen ausweisen, um eine "Verspargelung" der Stadt zu verhindern - das hat der Ortsrat Deckbergen-Schaumburg-Westendorf auf seiner jüngsten Sitzung mit dem SPD-Antrag auf eine "ergebnisoffene Planung für die Ausweisung eines Vorranggebietes" wieder bewiesen.

Das Thema Windkraftanlagen in Westendorf werde auf den "Tag X" verschoben, so Ortsbürgermeister Eckhard Hülm (SPD), gleichzeitig Mitglied im Rintelner Rat. Im Antrag von SPD-Fraktionssprecher Jürgen Henze heißt es, es solle untersucht werden, ob "ergänzend" zum bisherigen Ausweisungsverfahren ein bestehendes Vorranggebiet "in einer Nachbargemeinde" erweitert werden könne. Die Planung dazu solle "gemeindeübergreifend" erfolgen. Im Klartext: Statt ein Vorranggebiet für Windkraftanlagen in der eigenen Region auszuweisen, soll diese Verantwortung an einen anderen Teil Schaumburgs abgegeben werden. "Generell", heißt es im Antrag weiter, sei "im Hinblick auf die Gegebenheiten im Wesertal" eine "großräumigere Planung" erforderlich. Diese "Gegebenheiten im Wesertal" konnte Jürgen Henze bereits näher bestimmen: "Das Gebiet zwischen Stadthagen und der A2 bietet sich an", so Henze. Für die Windanlagen müsse letztlich ein gemeinsamer Bereich im Landkreis gefunden werden, nicht verschiedene Bereiche ausgeweidet werden. Für "sinnvoll" hält Antje Rinne (WGS) den SPD-Antrag, und auch Ewald Bredow (CDU) stimmte Jürgen Henzes Idee zu: "Wenn wir erstmal ein Gebiet für Windanlagen in unserem Flecken ausweisen, kommen wir da nicht mehr raus." "Natürlich will keiner die Windräder vor der Nase haben", äußert Erster Stadtrat Jörg Schröder auf Nachfrage unserer Zeitung Verständnis für den Ärger der Ortsratsmitglieder. Doch ohne ein von einer Fraktion vorgeschlagenes Vorranggebiet, doch mit dem richterlichen Bescheid für den Investor, die Windräder in Westendorf bauen zu dürfen, stehe man wieder am Anfang. "Je mehr wirüber die Vorranggebiete reden, desto eher entsteht der Eindruck, dass wir uns mit dem Thema befassen wollen", bereitete August Beißner (CDU) der Diskussion um den SPD-Antrag im Ortsrat ein Ende. Er befand: "Man kann vieles aussitzen. Warum sollen wir den Schwarzen Peter zugeschoben kriegen?" Er sehe nicht ein, dass jetzt ein Vorstoß von Westendorfer Seite kommen solle: "Wir können nur reagieren, nicht selber agieren." Beißners Kommentar fand den allgemeinen Zuspruch der Ortsratsmitglieder. "Wir werden das Thema auf den Tag X zurückstellen", fasste Bürgermeister Eckhard Hülm den einstimmigen Beschluss des Ortsrates zusammen.




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