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Wehrbereichsverwaltung rudert zurück

Windrad-Streit: Gemeinde schaltet Rechtsanwalt ein

Meerbeck (mw). Der Rat der Gemeinde Meerbeck hat sich mit der Klage der FELIX Ltd.& Co. KG gegen den Landkreis Schaumburg befasst, in der es um die Errichtung von weiteren Windrädern in der Gemarkung Volksdorf geht (wir berichteten). Der Sitzung in der Meerbecker Gemeindeverwaltung haben rund 20 interessierte Bürger beigewohnt.

Die FELIX Ltd.& Co. KG habe die Errichtung von drei Windenergieanlagen in der Gemarkung Volksdorf beantragt, deren Höhe das laut Flächennutzungsplan zulässige Maß übersteigt, berichtete Klaus Tanski, der Meerbecker Bürgermeister. Wegen der vom Landkreis Schaumburg versagten Genehmigung klage das in Hechthausen ansässige Unternehmen gegen den Landkreis. Je höher solch eine Anlage sei, desto wirtschaftlicher könne diese arbeiten, erläuterte er das Interesse der FELIX Ltd.& Co. KG. Da der Ausgang des Klageverfahrens ungewiss und die Gemeinde Meerbeck als Beigeladene beteiligt sei, habe man die Hannoversche Rechtsanwaltskanzlei Dr. Klausing, Himstedt& Klein um Beistand gebeten, erläuterte Tanski. Der Gemeinderat stimmte dessen Vorschlag zu, dass der Jurist Rainer Himstedt gegenüber dem Gericht eine Stellungnahme für die Gemeinde Meerbeck abgibt, um für den Bestand des Flächennutzungsplans zu plädieren. "Ich bin der Meinung, dass wir gute Argumente haben", stellte Himstedt fest. Eine "Schwierigkeit" sei zwar, dass die Wehrbereichsverwaltung aufgrund des technischen Fortschritts bei Hubschrauberflügen mittlerweile eine andere Sichtweise zu der von ihr seinerzeit geforderten Höhenbegrenzung der Windräder hat. Argumente wie etwa die Erhaltung des Landschaftsbildeshätten aber auch heute durchaus noch "Ge wicht". Anlässlich der Einwohnerfragestunde, die ihrer zeitlichen Bezeichnung mehr als gerecht wurde, wies der Niedernwöhrener Arno Liebrecht, der sich laut Himstedt schon vor Errichtung der ersten Windräder als "einziger Bürger" dagegen gewehrt hatte, darauf hin, dass die "Bürgerinitiative Gegenwind Niedernwöhren-Meerbeck Volksdorf" allein in zwei Tagen 149 Unterschriften gesammelt habe. "Das geht weiter", zeigte Liebrecht sich optimistisch. "Blauäugig" habe sich die Gemeinde Meerbeck darauf verlassen, dass die Wehrbereichsverwaltung an ihrem Einwand festhält, kritisierte Stefan Berger aus Niedernwöhren, während der Niedernwöhrener Uwe Pfaff eine bessere Informationspolitik seitens der Gemeindeverwaltung verlangte. Holger Beckert, auchein Mitglied der Bürgerinitiative, appellierte dafür, "gemeinsam an einem Strang zu ziehen", um weitere Windräder zu verhindern.



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