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Bürger sollen bei Ratssitzung protestieren

Windrad-Gegner: Vergleich ablehnen

Niedernwöhren (mw). Die Bürgerinitiative Gegenwind Niedernwöhren-Meerbeck-Volksdorf wird nicht müde, ihren Kampf gegen die Errichtung weiterer Windräder in der Gemarkung Volksdorf fortzusetzen. So wollen die Aktivisten ihren Protest bei der nächsten Sitzung des Meerbecker Gemeinderates am Mittwoch, 29. Oktober, zum Ausdruck bringen.

"Das ist doch kein akzeptables Ergebnis",ärgert sich Arno Liebrecht, der Sprecher der Bürgerinitiative (BI) Gegenwind Niedernwöhren-Meerbeck-Volksdorf über den im Windräder-Prozess vom Verwaltungsgericht vorgeschlagenen Vergleich. Der von der Betreiberfirma Felix verklagte Landkreis Schaumburg sowie die Gemeinde Meerbeck und die Samtgemeinde Niedernwöhren, die beide als Beigeladene an dem Verfahren beteiligt seien, müssten auf jeden Fall Widerspruch gegen das Vergleichsangebot einlegen, denn dann werde das Gerichtsverfahren wieder aufgenommen und es könnten neue Argumente vorgetragen werden. Mit diesem Appell will sich die BI auch direkt an die Verwaltungen wenden. Mehr als 500 Bürger haben sich bislang mit ihren Unterschriften gegen weitere Windräder ausgesprochen, betont Liebrecht. Um den offensichtlichen Bürgerwillen noch einmal zum Ausdruck zu bringen, wollen die Windradgegner auch zu der für Mittwoch, 29. Oktober, um 20 Uhr, angesetzten Gemeinderatssitzung im Meerbecker Gemeindehaus kommen. Es ist daran gedacht, ein großes Protestschild vor dem Gebäude aufzustellen. Zudem hoffen Liebrecht und seine Mitstreiter auf Unterstützung seitens der Bürger. Heftige Kritikäußerte das BI-Mitglied Wolfgang Müller darüber, dass die Windrad-Gegner von der Gemeinde Meerbeck nicht über den Fortgang des Verfahrens informiert geschweige denn in die Beratungen einbezogen wurden. "Die ignorieren uns - und die mehr als 500 Bürger, die da unterschrieben haben", schimpfte er. Über die Gründe für das Verhalten der Gemeinde Meerbeck können die Aktivisten nur mutmaßen: Vielleicht sorgen sich diejenigen, die seinerzeit den zur Diskussion stehenden Flächennutzungsplan befürwortet haben, ihr "Gesicht" zu verlieren, sagt Stefan Berger. Möglicherweise gehe es um die Einnahme etwaiger Gewerbesteuern der Windkraftanlagenbetreiberin, überlegt Holger Beckert. Müller fragt sich dagegen, ob die Verwaltung Angst davor haben könnte, nach einem verlorenen Prozess von der Windrad-Firma auf Schadenersatz verklagt zu werden.




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