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Initiative „Pro Dorf“ informiert Einwohner der Samtgemeinde Lindhorst

Windpark-Gegner soll sich formieren

Lindhorst (gus). Die Initiative „Pro Dorf“ hat in Lindhorst über die geplanten neuen Windräder informiert. Es war nach einem Diskussionsabend in Ohndorf der zweite öffentliche Termin in dieser Angelegenheit.

Mit der Resonanz waren Michael Backs und Jörg Wehrhahn aus Rehren, die zu der Veranstaltung eingeladen hatten, zufrieden. 24 Interessierte waren gekommen. Zwar sei der Zuspruch in Ohndorf etwas größer gewesen, dies könne aber auch an der zeitgleichen Bauausschusssitzung in Lindhorst zum selben Thema gelegen haben (wir berichteten).

Geplant sei ein Park mit acht Windrädern, die jeweils 150 Meter hoch sein sollen. Diese Anlagen planen die Investoren für den Bereich Riepen-Beckedorf-Ottensen. Da sich der Windpark auf den Gebieten der Samtgemeinden Nenndorf und Lindhorst befinden soll, müssen zwei Samtgemeinderäte ihre Flächennutzungspläne ändern, um das Vorhaben zu ermöglichen.

Und es müssten Bürger beider Samtgemeinden ihre Gegenargumente an die Gremien herantragen, wenn sie den Park in der jetzigen Ausformung verhindern wollen. „Es muss sich auch hier eine Gruppe von Menschen finden, die ihre Gedanken formulieren“, so Wehrhahn. In der Nachbarsamtgemeinde seien Unterschriften von Windpark-Gegnern gesammelt worden. Fast alle Gefragten haben laut Wehrhahn unterschrieben.

Backs erklärte, er sei nicht gänzlich gegen Windenergie, aber gegen das Ausmaß. „Wir wollen hier auch noch leben“, betonte Backs. Laut Wehrhahn sind mehrere Investoren an den Planungen beteiligt. Die Anlagen sollen im Abstand von etwa 1000 Metern zur Wohnbebauung stehen. Allerdings würden die Windräder auch Siedlungsgebiete beeinträchtigen, die bis zu 2250 Meter entfernt sind, als Maß werde das 15-Fache der Anlagenhöhe angelegt.

Windenergieanlagen erzeugen nach Angaben von „Pro Dorf“ Lärm und Schattenwurf sowie störende Lichteffekte. Zudem würden Vögel gefährdet, Backs sagte, dass jedes Windrad pro Jahr mehrere Vögel tötet. Eisschlag und Materialbruch seien weitere Gefahrenquellen. Zudem könne es zu Altlasten in Form von stillgelegten Türmen kommen. Und die optischen Einschränkungen führen zu Werteinbußen von Immobilien. „Das dörflich geprägte Landschaftsbild muss erhalten bleiben“, laute das Motto.

Daher fordere die Initiative einen Mindestabstand von 1500 Metern zu den Siedlungen. Außerdem soll es eine Garantie geben, dass keine Gesundheitsrisiken entstehen. Des Weiteren sei ein Fonds zu gründen, der betroffene Bürger entschädigt. Und die Betreiber sollen stillgelegte Anlagen binnen zwölf Monaten abbauen.




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