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Wilkhahn legt beim Umsatz weiter zu

EIMBECKHAUSEN. Umstrukturierungen bei einem der größten Arbeitgeber Bad Münders – und das trotz durchaus positiver Geschäftszahlen: Wilkhahn kündigt einen Umbau der Managementstruktur an.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Reagiert werde damit auf die Rahmenbedingungen, die sich durch die Digitalisierung immer schneller verändern, heißt es beim Büromöbelhersteller.

Von 90,1 auf 94,6 Millionen Euro konnten die Eimbeckhäuser den Umsatz im vergangenen Jahr steigern – vor dem Hintergrund eines extrem starken Einzelauftrages, der das Jahresergebnis 2015 nachhaltig beeinflusste, ein beachtliches Ergebnis. „Wir konnten den Einzelauftrag voll kompensieren“, erklärt Sprecher Burkhard Remmers.

Insbesondere der deutsche Markt habe sich „sehr gut“ entwickelt, um 20 Prozent legt Wilkhahn im Inland zu. Schwieriger waren die Geschäfte schon im Nahen Osten. Zeigte sich der Markt 2015 noch „wahnsinnig stark“, wirkte sich im vergangenen Jahr die Ölpreisentwicklung aus. „Eine Halbierung der Staatshaushalte schlägt sich da spürbar nieder“, sagt Remmers. Auch die Entwicklung im europäischen Markt, der Brexit und die große Unbekannte, die Entwicklung des US-amerikanischen Marktes, hat Wilkhahn im Blick. „Verhalten optimistisch“ gehen die Eimbeckhäuser in die kommenden Monate, dabei sei die Stimmung grundsätzlich gut. „Der Erfolg ist unmittelbar spürbar, das macht Spaß“, sagt Remmers. Und es zeichne Wilkhahn aus, auch in guten Phasen den Blick in die Zukunft zu richten.

Die Entwicklung von Möbel- und Einrichtungskonzepte zur Förderung von Kommunikation und Kooperation ist ein Schwerpunkt des Geschäfts der Eimbeckhäuser – bekannt ist das 1907 gegründete Unternehmen aber auch durch seine Unternehmens-stuktur, in der oftmals neue Wege beschritten wurden. „Nicht nur auf der Kundenseite, auch im eigenen Marktumfeld und im Wettbewerb verändern sich durch die Digitalisierung die Rahmenbedingungen immer schneller“, heißt es bei Wilkhahn.

Neue Kommunikationswege, eine deutlich stärkere Projektorientierung, die Verlagerung wesentlicher Prozesse ins Internet – all das betreffe nahezu alle Unternehmensbereiche und stelle besondere Anforderungen an die Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit der Organisation. Das sei aus Sicht der Unternehmensleitung nur zu leisten, wenn „auf Basis flacher Hierarchien die zweite Führungsebene möglichst eigeninitiativ und interdisziplinär zusammenarbeiten“ könne. Ein Beispiel: Die notwendige enge Verzahnung von Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung, um den Kunden- und Markanforderungen schneller und flexibler gerecht zu werden.

Der Abbau von Hierarchieebenen hat Auswirkungen bis in die Unternehmensspitze: Dr. Jochen Hahne, geschäftsführender Gesellschafter, verantwortet ab sofort in Personalunion die Bereiche Personal, Entwicklung, Marketing und Vertrieb weltweit. Seine Geschäftsleitungskollegin Dr. Dorothea Giesecke-Kuppe leitet die Bereiche Finanzen und Technik inklusive der weltweiten Produktionsstandorte. Die Konsequenz: Die bisherige Position des internationalen Vertriebsleiters entfällt. Volker Starzmann, erst vor zwei Jahren ins Unternehmen geholt, scheidet aus. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit war die Weiterentwicklung der Märkte „USA“ und „Asia Pacific“.

Hahne freue sich darauf, selbst wieder näher am Markt zu sein und die Impulse direkt aufzunehmen. „Kurze Wege und interdisziplinäre Zusammenarbeit auf Basis hoher Fachkompetenz sind die Voraussetzungen, um Wilkhahn für den digitalen Wandel fit zu machen. Ich sehe meine Hauptaufgabe darin, es der Management- und Führungsstruktur von Wilkhahn weltweit zu ermöglichen, eigeninitiativ, proaktiv und gemeinsam an den notwendigen Veränderungen in allen Bereichen zu arbeiten“, erklärt er.

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