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Wilkhahn: Ein echter Hocker aus dem Drucker

EIMBECKHAUSEN. Der Kopf des Druckers bewegt sich im Kreis, von links nach rechts, dann wieder zurück. Die etwas mehr als mannshohe filigrane Maschine steht dort, wo bei Wilkhahn der ganze Stolz der Arbeit präsentiert wird – mitten im Showroom. Der Möbelhersteller produziert sein erstes Möbelstück im 3-D-Druckverfahren.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

„Das Thema ist wie gemacht für Wilkhahn“, sagt Burkhard Remmers, Leiter der internationalen Kommunikation der Eimbeckhäuser. Mit der Produktion in 3D-Drucktechnologie betritt Wilkhahn für die Möbelindustrie Neuland. Wer auf der Zukunft Platz nehmen möchte, fragt nach dem „Printstool“. Designer Thorsten Franck hat den Hocker entworfen, mit dem der Möbelhersteller in den Bereich eintaucht, der Jahr für Jahr stärker mit der digitalen Revolution verbunden wird. Industrie 4.0 ist ein Stichwort, das eng mit der „additiven Fertigung“ via 3-D-Druck verbunden ist. Für Wilkhahn sieht Remmers die besonderen Chancen im „Printstool“ darin, die relativ neuen Fertigungsmethode zeigen zu können. „Uns war es wichtig, die ästhetischen und funktionalen Möglichkeiten der neuen Technologie für einen stabilen Hocker mit unterschiedlichen Strukturen aufzuzeigen“, erklärt er.

In die Wilkhahn-Karten spielt aber auch eine andere Eigenschaft des neuen Produkts: Keine Entwicklung in den Laboren und Designschmieden bei Wilkhahn, bei der nicht zuvor auch die Frage nach der Nachhaltigkeit beantwortet wurde. Und so fließt für den Hocker nicht irgendein Kunststoff aus der Düse, sondern als Basismaterial Lignin. „Ein Werkstoff, der als natürliches Polymer in Pflanzen für die „Verholzung“, also für das feste Füllmaterial, verantwortlich ist“, so Remmers. Ein Vorteil neben hoher Stabilität: Der nachwachsende Rohstoff ist nahezu unbegrenzt verfügbar – und der Korpus des Hockers ist, wenn er irgendwann nicht mehr benötigt werden sollte, auf natürliche Weise abbaubar.

Designer Franck hat mit dem Hocker aber auch ein Musterbeispiel an Stabilität vorlegt. Das Gesamtgewicht beträgt 4,6 Kilogramm – samt Sohle aus rutschfestem Material und lederbezogenem Sitzpolster. Personen bis zu 100 Kilo Gewicht trägt der gedruckte Hocker problemlos.

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Produziert wird der „Print-stool“ zunächst allerdings nur in gerade noch überschaubarer Stückzahl: Auf 500 Stück ist Wilkhahns erster 3-D-Aufschlag limitiert – Exklusivität garantiert.



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