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Kleinenbremen: Grünabfall einfach entsorgt / Anpflanzungen verstopfen Gräben

Wildes Entsorgen macht mehrtägigen Einsatz der Stadt Porta nötig

Kleinenbremen (ly). Sträucher im Graben, Rasenschnitt am Wegesrand und eine Kastanie, wo Kastanien nicht hingehören: Am Kleinenbremer Feldrain sieht Friedrich Vogt ein Beispiel dafür, dass Bürger ihren Grünabfall einfach in die Botanik werfen und Kosten verursachen. "Kosten, die von der Allgemeinheit zu tragen sind", wie der Vorsitzende des Bezirksausschusses betont.

Wildwuchs: Friedrich Vogt (links), Vorsitzender des Bezirksaussc

Am Feldrain ist ein größerer Einsatz des Portaner Baubetriebshofes nötig geworden. Vor allem mussten die Gräben geräumt werden. "Mehrere Tage Arbeit", so Vogt (Bündnisgrüne), der von einem "Portaner Problem" spricht. Im konkreten Fall aus Kleinenbremen führt die wilde Grünabfallentsorgung zu unterschiedlichen Ärgernissen, zugesetzten Gräben etwa. Abkippen von Rasenschnitt an Bäumen, ein weiteres Beispiel, hat eine Überdüngung zur Folge, wodurch besonders die Brennesseln sprießen. "Schmetterlinge freuen sich natürlich", sagt Vogt. Dass jemand eine Kastanie gepflanzt hat, war aus Sicht des Vorsitzenden gewiss nicht böse gedacht. "Wo Kastanienlaub hinfällt, wächst allerdings gar nichts mehr", erklärt er. "Die Leute meinen es gut, richten aber Schaden an." Gleiches gilt, sobald in die Grabensohle wahllos Stecklinge von Weiden gesetzt werden. Und wenn Bäume oder Sträucher mitsamt Wurzelwerk in den Graben geworfen werden, stirbt ein Teil ab, der andere wächst wieder an. "Fäulnis entsteht, Ausläufer von Drainage-Rohren verstopfen, und der Bauer kommt an manchen Stellen nicht mehr aufs Feld", fasst Vogt zusammen. "Wenn Rasenschnitt aufÄcker geworfen wird, erstickt darunter das Getreide." Anpflanzungen ja - jedoch bitte kontrolliert, wie es die Kleinenbremer und Wülpker seit Jahren vormachen. "Aber nicht so ein Kuddelmuddel." Davon abgesehen kann das auch teuer werden. "Rechtlich ist illegale Müllentsorgung eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld belegt werden kann", warnt Friedrich Vogt. Um dieses Geld zu sparen, bietet sich eine größere Biotonne an. "Wenn das immer noch nicht reicht, gibt's zwischen März und Oktober zusätzlich die Saisontonne", so Vogt, der für Infos zur Verfügung steht: (0 57 22) 60 39.

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