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100. Vorstellung des Ensembles Operamobile in Bad Münder / Reihe „Operette sich wer kann“ seit Jahren beliebt

Wiederaufnahme der Berliner Luft setzt Erfolge fort

Bad Münder (hm). Ein gutes Programm ist noch keine Garantie für einen Publikumsrenner. Was also macht den Erfolg von „Operette sich wer kann“ aus, welches Konzept steckt dahinter? Wenn man mit Bettina Delius und Alexander Senger spricht, spürt man sofort das wichtigste Element dieses Erfolgs, die Begeisterung für eine Idee. Eine Idee, die die oft vernachlässigte Kunstform der Operá Comique nachhaltig pflegt und dabei das Publikum ernst nimmt.

Tadeusz Galczuk, Cecile de Maiziére, Bettina Delius und Titus Wi

Angefangen bei Kaffee und Kuchen vor jeder Veranstaltung, der Kurparkführung bis zur Verabschiedung der Besucher mit einer Rose durch die Künstler. Dass Delius und Senger es immer wieder schaffen, trotz bescheidenster Finanzen ein exzellentes Ensemble aufzubieten, spricht für ihre künstlerischen und menschlichen Führungsqualitäten. Darüber hinaus gibt es passend zur Veranstaltungsreihe eine Radiosendung unter dem Namen „Operette sich wer kann“ mit inzwischen über 400 Sendungen.

Das alles kam nach Bad Münder und zu diesem Erfolg, weil Thomas Heiming im Jahr 2003 das Potenzial dieser Idee erkannte und förderte. Und so hat der Betreuungsservice der GeTour bei den Besuchern inzwischen einen so ausgezeichneten Ruf, dass er in Verbindung mit der Qualität von Operamobile viele Besucher und Gruppen immer wieder nach Bad Münder kommen lässt – die jährliche Besucherzahl nähert sich der 8000er-Marke. Das Publikum wird in den Cafés versorgt, viele Gruppen buchen eine Stadtführung, ein Mittag- oder Abendessen.

Das alles wurde aus dem Nichts heraus entwickelt. Wie erfolgreich dieses Angebot ist, zeigen die weiteren Spielorte Bad Pyrmont und Langenhagen. Auch dort sind die Vorstellungen mit Operamobile in der Regel ausverkauft. Bei der jüngsten Wiederaufnahme von „Berliner Luft“ in dieser Woche mit einer öffentlichen Generalprobe und drei weiteren Aufführungen in Folge (über 730 Besucher) konnte man das alles wieder erleben. Ein volles Haus mit einem begeisterten Publikum, die souveräne Rundumbetreuung durch das Personal der GeTour und eine Aufführung, welche frisch und schwungvoll wie eine Premiere wirkte.

Dazu trugen auch die beiden Neubesetzungen nicht unerheblich bei, die Regisseurin Bettina Delius geschickt in die Inszenierung eingearbeitet hatte. Titus Witt wechselte mit maskulinem Charme und baritonaler Präsenz von einer Rolle zur nächsten und Cecilia de Maiziére war den diversen femininen Charakteren stimmlich und darstellerisch bravourös gewachsen. Dazu kam das souveräne Stammensemble mit Bettina Delius, Tadeusz Galczuk, Achim Niedziella und Alexander Senger, unterstützt von Jürgen Flemming an der Violine und Slawomir Saranok am Klavier.



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