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Informationen rund um den Zahnersatz

Wieder kräftig zubeißen können

Rund 450 000 künstliche Zahnwurzeln setzen Zahnärzte jedes Jahr in Deutschland als Basis für einzelne künstliche Zähne oder als Anker für Brücken sowie festsitzende oder herausnehmbare Prothesen ein. Wir erklären die einzelnen Schritte beim Einsetzen eines Implantats.

Foto: Myriams-Fotos/Pixabay

Insgesamt besteht ein implantierter Zahnersatz aus drei Komponenten: einer künstlichen Wurzel, die vom Zahnarzt in den Kieferknochen eingesetzt wird, einem Verbindungsstück und einer künstlichen Zahnkrone bzw. der Brücke oder Prothese, die im zahntechnischen Labor von qualifizierten Zahntechnikern gefertigt wird. Die künstliche Wurzel besteht in der Regel aus dem Metall Titan. Sie wird in Form einer Schraube oder eines Zylinders hergestellt und ist zwischen 8 und 16 Millimeter lang. Auf dieser Zahnwurzel wird ein Vebindungsstück und anschließend der Zahn bzw. die Brücke oder Prothese befestigt. Das Verbindungsstück - auch Implantatpfosten genannt - ist meist aus Titan oder Keramik, die Zahnkrone oder -brücke wird wie eine herkömmliche Krone aus Metall mit einer Keramikverblendung oder aus Keramik gefertigt.

Der Einsatz des Implantats erfolgt schrittweise: Am Anfang steht eine gründliche Untersuchung und Planung der Implantatposition. Stellt der Zahnarzt dabei Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen fest, müssen diese zuerst behandelt werden und ausheilen, bevor die Implantation beginnen kann. Außerdem muss der Kieferknochen genügend Substanz aufweisen. Ist er zu dünn, verpflanzt der Implantologe z.B. vom Kinn Knochensplitter, welche an der betreffenden Stelle um das Implantat wieder eingesetzt werden. Eine weitere Möglichkeit bietet künstlicher Knochenersatz. Er wird aus Beta-Tricalciumphosphat oder aus Meeresalgen im Labor synthetisch hergestellt. Erst wenn der Kieferknochen gesund und stark ist, wird die künstliche Zahnwurzel eingesetzt, in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung. In den folgenden drei bis acht Monaten muss das Implantat einheilen und fest mit dem Kieferknochen verwachsen. Diesen Prozess kontrolliert der Zahnarzt regelmäßig. Zum Schluss wird das Verbindungsstück und die neue Zahnkrone oder Brücke eingesetzt.

Die Kosten eines Implantats sind individuell sehr unterschiedlich. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen den „befundorientierten Festzuschuss“. Das heißt: Egal ob der Patient sich für eine Brücke oder ein Implantat enscheidet, er bekommt immer denselben Zuschuss. Für ein Einzelimplantat im Frontzahnbereich beträgt der Festzuschuss mit 20 Prozent Bonus etwa 470 Euro.



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