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Wieder auf Betriebstemperatur

Bad Münder. Die Temperatur beträgt wieder 33 Grad und der Solegehalt liegt bei drei Prozent. Das Gesundheitsamt hat dem Solebewegungsbad am Montag seine Betriebszulassung erteilt, sodass am 1. August wie geplant wieder eröffnet werden kann. „Es ist geschafft“, zeigte sich Bürgermeister Hartmut Büttner sichtlich erleichtert. Allerdings ist damit nur ein erster Schritt getan. Dem Bad wurde eine „Restlaufzeit“ von drei Jahren bescheinigt, nun geht es daran, ein Konzept für einen Neubau zu erarbeiten.

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Stadt und Pächter zeigten sich gestern zufrieden, dass die Sanierungsmaßnahmen termingerecht ausgeführt wurden. Sieben Firmen haben dazu Hand in Hand unter der Aufsicht des Haustechnikers Wolfgang Przykopanski gearbeitet. Auch den Kostenrahmen von 115 000 Euro habe man eingehalten, erklärte Büttner.

Vor ziemlich genau neun Monaten, am 5. November 2013, hatte die Politik die Entscheidung getroffen, das Bad zu schließen, nachdem die Schwächung der Stahlbetonkonstruktion festgestellt worden war. Ende Mai hatte ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachterbüro Maßnahmen vorgestellt, die die Standsicherheit wieder herstellen und damit die Wiederinbetriebnahme des Bades möglich machen sollten. So wurden beispielsweise im lediglich 1,50 Meter hohen Kriechkeller Kanthölzer angebracht. Vergangene Wochen konnten dann die 1990 an der Fassade des Kurmittelhauses angebrachten Stützen entfernt werden, weil neue Sicherungen die auftretenden Kräfte aufnehmen. „Jetzt kann man endlich wieder das Schild erkennen“, freut sich Thomas Heiming, Geschäftsführer der Gesundheitsdienste Präventions- und Reha GmbH, die das Physikalische Therapie-Center betreibt.

Die Auswirkungen der Schließung seien gravierend gewesen, zeigt sich Heiming auch überrascht über die vielen Besucher, die von außerhalb das Solebad nutzten. Der Geschäftsführer pocht auf eine nachhaltige Lösung, „schließlich tragen wir für den Gesundheitsstandort Bad Münder eine große Verantwortung“. An der „längerfristigen Perspektive“ soll „mit Hochdruck“ gearbeitet werden.

Bis zum 31. Juli 2015 soll ein Konzept für eine langfristige Nachfolgelösung auf dem Tisch liegen. Der Gutachter hatte dem Bad salopp formuliert eine Mindesthaltbarkeitsdauer von drei Jahren attestiert. Regelmäßige Begehungen des Gebäudes wurden zur Auflage gemacht. „Das bedeutet nicht, dass hier in genau drei Jahren die Türen wieder geschlossen werden, aber dennoch ist es für uns eine Zielvorgabe“, so Heiming. Denn solch ein großes Projekt in drei Jahren zu realisieren, sei eine große Herausforderung.col

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