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Pyrmonter Schüler erzählen von ihren Langzeitthemen im Rahmen des ZiG-Projekts

Wie witzig ist eigentlich Hägar?

Autor:

von Fabian Gräflich

Bad Pyrmont. „Wie witzig ist überhaupt dieser Hägar“, dass haben sich Annika (9) und Vivian (10) aus der Herderschule in Bad Pyrmont gefragt. Sie haben eine Skala erstellt, mit der sie den Grad der Witzigkeit ermitteln wollten. Dazu haben die beiden Schülerinnen der Klasse 4a ihre Mitschüler regelmäßig bestimmen lassen, wie witzig der alltägliche Hägar-Witz in der Dewezet denn überhaupt ist. Auf einer Skala zwischen eins bis zehn konnten sie abstimmen. Neben den beiden Mädchen und ihren Mitschülern der Klasse 4a, haben auch die Klassen 4b und 4c der Herderschule an dem Projekt „Zeitung in der Grundschule“ (ZiG) teilgenommen. Seit Februar haben sie deshalb an verschiedensten Langzeitthemen gearbeitet.

Welche Zahl wird

beim Lotto am häufigsten gezogen?

Die Schützlinge der 4a von Klassenlehrer Bernd Engel hatten weitere Themen im Rahmen des Projektes bearbeitet: Welche Zahl wird beim Lotto am häufigsten gezogen? Wer ist der älteste Verstorbene, nachzulesen anhand der Todesanzeigen? Was steht täglich im Programm auf RTL? Aus welchem Land wird am meisten berichtet und vieles mehr hinterfragten die Viertklässler. Die Antworten fanden sie innerhalb der letzten vier Monate in der Dewezet.

Der Grad der Witzigkeit erreichte schon am Mittwoch, 12. Februar, seinen Zenit: Die Klasse 4a war sich einig – Hägar sahnte von fast allen Schülern die volle Punktzahl ab. Es gab aber auch Tage, da war der Hägar-Witz für die Jungen und Mädchen schlichtweg nicht zu verstehen – da blieb das Witz-Barometer am Boden.

Zahlen waren auch bei zwei weiteren Gruppen Programm: Die eine untersuchte, welche Zahlen beim Lotto am häufigsten gezogen wurden. Unglaublich, fünfmal rutschte die 30 aus 49 in den Lostopf – innerhalb von nur vier Monaten. Die andere Gruppe wollte wissen, wie alt die Personen auf den Todesanzeigen geworden sind. Erstaunt stellten Yari (9) und Lukas (11) fest, dass eine Frau aus Aerzen 93 Jahre alte wurde: „Keine Person aus den Anzeigen wurde älter.“

Das Thema Tod beschäftigte die beiden Zehnjährigen Alexandra und Sophie ebenfalls: Auf der Seite „Welt im Spiegel“ haben sie gelesen, dass die Giraffe Marius aus dem Kopenhagener Zoo getötet wurde. Grund: falsche Gene, die sich nicht fortpflanzen sollten. Für die beiden Schüler ist das kein Grund für das Todesurteil: „Tiere haben auch Gefühle und ein Recht auf Leben, genau wie der Mensch.“

Um Gefühle ging es auch bei der Klasse 4c: Der Vater von Michael (10) lebt in der Ukraine. „Zum Glück lebt mein Vater dort in der westlich Stadt Lviv. Dadurch ist er von den Unruhen nicht direkt betroffen“, sagt der Viertklässler. „Sorgen mache ich mir aber trotzdem um sein Wohl.“ Dank des ZiG-Projekts konnte Michael das Geschehen in seinem Geburtsland hautnah verfolgen. Doch aus dem Osten der Welt gab es auch Positives zu berichten: Im Februar fiel der Startschuss für die Olympischen Winterspiele in Sotschi. Für Evelyn (10) war es Ansporn genug, gleich ihre komplette ZiG-Mappe dem Thema zu widmen. „Es ist einfach nur toll, zu sehen, wie die ganze Welt gegeneinander spielt“, sagt der begeisterte Olympia- Fan.

Klassenlehrerin Martina Ziemann ließ ihre Schüler nicht nur Mappen zu Langzeitthemen führen, sie bastelte auch mit ihren Schützlingen – natürlich aus Zeitungspapier. Die Mädchen kreierten Röcke und Handtaschen, sogar Portemonnaies. Die Jungs falteten Hüte im Akkord und versorgten ihre Mitschüler mit der Kopfbedeckung aus Zeitungspapier.

Michael (10) aus der Ukraine verfolgt die Entwicklungen in seinem Heimatland über die Tageszeitung. Seine Fotos zeigen Kiews Zentrum vor und während der Unruhen.

fg

Silvano (10) aus der Klasse 4c ist hin und weg von den Feuerrädern: „Ich wollte unbedingt hin, leider hat es nicht geklappt. So habe ich die Sause über die Dewezet verfolgt.“




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