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Wie Stürme entstehen

Mit einer gewaltigen Kraft tobte sich Sturmtief Xynthia vor wenigen Tagen über Deutschland aus. Bäume knickten um, Flugzeuge konnten nicht mehr landen und sieben Menschen mussten in Deutschland sterben. Auch in Frankreich und Portugal hinterließ Xynthia große Schäden.

Von einem Sturmtief sprechen die Wetterexperten nur dann, wenn die Windgeschwindigkeit im Mittel mindestens 75 Stundenkilometer beträgt oder Windstärke neun. Das ist etwas weniger als ein Auto auf einer Landstraße fährt.

„Ein Sturmtief ist eigentlich nichts anderes als ein sehr kräftiges Tiefdruckgebiet“, sagt die Meteorologin Michaela Koschak vom Wetterdienst Meteomedia. Wenn der Luftdruck fällt, kann sich ein Tiefdruckgebiet entwickeln, steigt er, entwickelt sich ein Hochdruckgebiet.

„Die Natur hat das Bestreben, alle Unterschiede auszugleichen“, erklärt Michaela Koschak. Der Wind hilft ihr dabei. „Wenn es irgendwo sehr warm ist und anderswo sehr kalt, dann weht der Wind vom Warmen zum Kalten“, sagt die Meteorologin. Auch der Luftdruck wird durch den Wind ausgeglichen - er weht dann vom hohen zum tiefen Luftdruck. Je größer der Unterschied, um so stärker weht er.

Da die Erde sich um sich selbst dreht, drehen sich auch die Luftdruckgebiete. Deutschland liegt auf der Nordhalbkugel der Erde. Damit drehen sich hier die Tiefdruckgebiete gegen den Uhrzeigersinn und die Hochdruckgebiete mit dem Uhrzeigersinn.

An der Entstehung von Luftdruckgebieten „ist die Sonne schuld“, sagt Michaela Koschak. Denn die Sonne erwärmt den Erdboden und die darüberliegende Luft. Warme Luft enthält mehr Teilchen als kalte. Die Teilchen breiten sich aus und steigen nach oben, weshalb der Luftdruck in der Höhe zunimmt. „In der Tiefe fehlt dann etwas, weil es dort weniger Teilchen gibt“, erklärt die Meteorologin.

Dadurch bildet sich dann ein Tiefdruckgebiet. Da die kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann als die warme, entstehen dicke Wolken. Wenn die sich mit Wasserteilchen vollgesogen haben, fängt es an zu regnen. jhe




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