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Wie geht es weiter nach Klasse 10? Berufsberatung an der KGS

BAD MÜNDER. „Welche Ziele habt ihr für euer Leben in zehn Jahren?“ So beginnt Ines Rahn-Weiser die Berufsorientierung in der 10d. Haus, Familie, ein Auto und reisen – das sind Antworten, die bei den Schülern häufig fallen. Doch auch Ausbildung oder Abitur sind dabei. „Die bilden die Grundlage“, sagt Rahn-Weiser.

Berufsberaterin Ines Rahn-Weiser stellt den Schülern die verschiedenen Wege nach der zehnten Klasse vor – im Anschluss können die Jugendlichen mit Schildern zeigen, welches Ziel ihnen vorschwebt (kleines Bild): Magnus (li.) interessiert sich für die
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Denn die anderen Wünsche könnten nur durch einen Beruf finanziert werden.

Ines Rahn-Weiser weiß, wovon sie spricht. Bereits seit über 20 Jahren arbeitet sie als Berufsberaterin. Für die Agentur für Arbeit berät sie seit zweieinhalb Jahren auch Schüler an der KGS. In der 10d steht diesmal das Thema „Wege nach der zehnten Klasse“ an. Dazu teilt sie die Klasse in zwei Gruppen auf – in Form eines Quizzes können die Schüler dabei ihr Wissen über weiterführende Schulen und Ausbildungen überprüfen und erweitern – und natürlich gegeneinandern antreten. Da geht es etwa um die Frage, ob Realschüler heute bessere Chancen haben, eine Ausbildungsstelle zu finden, als noch vor zehn Jahren – die Aussage ist richtig, was die Schüler überrascht. „Es gibt wohl immer weniger Leute, die eine Ausbildung machen, weil alle studieren wollen“, mutmaßt eine Schülerin schließlich, was Rahn-Weiser bestätigen kann.

Die weiteren Fragen des Quizzes drehen sich darum, wie viele Schüler wohl die Fachoberschule abbrechen, ob eine Meisterprüfung gleichzeitig eine Hochschulberechtigung ist und ob das Schuljahr in der Berufsfachschule auf eine Ausbildung angerechnet werden kann. Nach jeder Frage erklärt die Berufsberaterin mittels eines Plakats alles Wissenswerte rund um die Schulform, etwa zur Dauer, den möglichen Berufsfeldern und Voraussetzungen. Zum Schluss herrscht Gleichstand zwischen den beiden Teams – es fällt daher auf: Alle Schüler haben schon eine Vorstellung von den Möglichkeiten nach der KGS. Und auch über die Wichtigkeit der Wahl der richtigen Schule wissen die Schüler Bescheid: Auf die Frage, warum wohl so viele Schüler die Fachoberschule abbrechen, kommt sofort die Antwort: „Die haben sich zu wenig informiert und das falsche Berufsfeld gewählt.“

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Am Ende der Stunde können die Schüler mit Schildern anzeigen, was ihnen vorschwebt – während einige noch unentschlossen sind, wissen andere schon genau, welchen Weg sie einschlagen möchten.

„Welche Schule es dann genau wird, klären wir in den Einzelgesprächen“, erklärt Rahn-Weiser. Mindestens einmal im Monat kommt sie an die KGS, um eine Sprechstunde anzubieten. Auch die Eltern können dann dabei sein. „Außerdem können mich die Schüler jederzeit per Telefon oder Mail kontaktieren, was viele auch machen“, fügt sie hinzu. Man merkt der Berufsberaterin deutlich an: Es macht ihr Spaß, mit den Schülern gemeinsam ihren Weg zu finden. „Ich finde Berufe spannend und ich freue mich, das weiterzugeben“, bestätigt sie.

„Was mache ich bloß nach der Schule?“ Dieser Frage, die sich in jedem Jahr wohl viele Schüler stellen, will man an der KGS Bad Münder entgegenwirken. Auf vielfältige Weisen arbeiten Lehrer und Berufsberater daran, den richtigen Weg für jeden Schüler zu finden. Ein Jahr lang begleitet die NDZ Schüler, Lehrer und Berater dabei und stellt einzelne Aspekte vor. Heute: die Berufsorientierung in Klasse 10.



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