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18 Uhr: Ostkreisderby zum Turnierstart

Wie fühlt sich der Supercup an, Herr Klauder?

Fußball. Es gibt Fußballer, die sind extrem abergläubisch. Marienaus Coach Günther Klauder zählt nicht dazu. Während sich die anderen anwesenden Trainer bei der Supercup-Auslosung strikt weigerten, den Siegerpokal anzufassen, weil es angeblich Unglück bringt, nutzte der SSG-Coach die Gunst der Stunde und nahm die Trophäe in die Hand. Wann hat man als Coach eines krassen Außenseiters schon die Gelegenheit dazu?

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Beim mit über 4000 Euro dotierten Top-10-Turnier der Dewezet, das heute ab 18 Uhr in der Rattenfängerhalle mit den zehn besten Hameln-Pyrmonter Teams der laufenden Wintersaison über die Bühne geht, zählt Marienau nämlich nicht gerade zum engeren Favoritenkreis. Im Grunde rechnet so gut wie niemand damit, dass die SSG die Vorrunde übersteht. „Aber ein bisschen zu träumen, ist ja schließlich erlaubt, oder?“, sagt Klauder, der den Siegerpokal nur ungern wieder aus der Hand gab. Am liebsten würde er den Pott wohl am Samstag nach der Siegerehrung mit nach Hause nehmen. Auf die Frage, wie sich der Supercup anfühlt, antwortete Klauder mit einem verschmitzten Lächeln: „Richtig gut!“ Dieses Gefühl würde der SSG-Coach zwar auch seinen Spielern gönnen. „Aber für meine jungen Bengels ist es schon ein toller Erfolg, beim Supercup überhaupt dabei sein zu dürfen“, sagt Klauder, der Marienau in der Gruppe B als Außenseiter sieht. Die SG Hameln 74 und die TSG Emmerthal sind für Klauder in der Vorrundengruppe B die Favoriten. „Aber wenn es für uns gut läuft, ist vielleicht das Halbfinale drin.“ Fest steht: Bei den Trainern, Spielern und Fans steigt das Supercup-Fieber. Wenn heute um 17 Uhr die Tageskasse in der Hamelner Rattenfängerhalle öffnet, werden die Zuschauer, die sich im Vorverkauf bis dahin noch kein Ticket gesichert haben, möglicherweise in der Schlange stehen müssen. Denn gleich das erste Spiel des Tages hat es in sich: TSV Bisperode gegen WTW Wallensen.

Wenn um 18 Uhr das Ostkreisderby angepfiffen wird, wird die Rattenfängerhalle zum Hexenkessel. Das ist immer so, wenn diese beiden Teams direkt aufeinandertreffen. Bisperodes Trainer Markus Schwarz hatte schon nach der Auslosung am Dienstag ein mulmiges Gefühl im Bauch. Nicht nur, weil sich in der Vorrundengruppe A mit der SSG Halvestorf, dem TSV Klein Berkel und Titelverteidiger Blau-Weiß Tündern alle Top-Favoriten tummeln. „Dass wird dann auch noch im ersten Spiel des Tages gleich auf Wallensen treffen, ist die Hölle!“

Für Schwarz steht fest, dass sich sein Team im Vergleich zum schwachen Auftritt beim Scap-Cup in Klein Berkel enorm steigern muss: „Wir haben eigentlich keine Chance – und die wollen wir nutzen!“ Ähnlich sieht es Wallensens Trainer Stefan Gluba: „Wir sind in dieser starken Gruppe krasser Außenseiter.“ Nichtsdestotrotz traut Gluba WTW zu, den einen oder anderen Favoriten zu ärgern. Tünderns Pressesprecher Karsten Leonhart ist davon überzeugt: „Wer in unserer starken Gruppe die Vorrunde übersteht, hat gute Chancen, den Supercup zu gewinnen.“ Und Klein Berkels Coach Dietmar Harland warnt davor, die Kreisligisten auf die leichte Schulter zu nehmen.

Übrigens: Bei der Internetumfrage auf www.dewezet.de trauen 30 Prozent dem Kreisligisten WTW Wallensen den Supercup-Sieg zu. 20 Prozent stimmten für die SG Hameln 74 und jeweils 14 Prozent für die TSG Emmerthal und den TSV Bisperode.



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