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Heimatverein Silixen erfährt die Lippische Siedlungsgeschichte / Im September zweiter Heimattag

Wie aus Kötterstätten Dörfer geworden sind

Silixen (who). Der Heimatverein Silixen hat seine Hauptversammlung zu einem Exkurs in die Lippische Geschichte genutzt. "Groß-, Mittel- und Kleinkötter, Hoppenplöcker und Straßenkötter" hieß der Vortrag von Dr. Heinrich Stiewe.

Stiewe ist wissenschaftlicher Referent am Westfälischen Freilichtmuseum Detmold und hat festgestellt: "Ohne die Kötter gäbe es keine Dörfer". Hintergrund: Seit dem 16. Jahrhundert ist "Kötter" (von Kotten oder englisch ?cottage') die Sammelbezeichnung für zu Handdiensten verpflichtete Besitzer kleinerer Höfe und Stätten im ländlichenRaum. Mit der Möglichkeit, kleinere Anwesen zu kaufen, sollten der Landbevölkerung Wohnmöglichkeiten und kleine Existenzgrundlagen gegeben werden. Der große Bedarf sorgte dafür, dass bis ins 19. Jahrhundert durch die Zunahme der Kötteranwesen die bis dahin lockere Bebauung zwischen den großen Grundbesitzen der Bauern und Adeligen zu Dörfern verdichtet wurde. Stiewe zeigte auch Fotos von Silixer Gebäuden, die als Kötterhäuser angelegt waren und heute noch erkennbar sind. Die herausragenden eigenen Projekte des Heimatvereins der letzten beiden Jahre waren die archäologische Grabung an der Silixer Kirche von 2005 sowie die Erstellung der Chronik mit dem Titel "Silixen - Die Geschichte des Dorfes bis 1806". Der zweiter Silixer Heimattag findet am 9. September auf dem Hof der Familie Wächter mit der Eröffnung der "Historischen Sammlung Silixen" statt.



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