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Arbeitszimmer wieder absetzbar / Mehr Steuerfreiheit für Ehrenamtliche

Wichtige Änderungen in 2011

Mit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2010 kommt es zu einer Reihe von steuerlichen Änderungen. Dies gilt nicht nur für die Einkommensteuererklärung, sondern auch um eventuelle Gestaltungsmöglichkeiten für 2011 zu nutzen.

So viel rausholen, wie möglich ist: Wer die neuen Steueränderungen für sich nutzen will, muss sich reinfuchsen oder einen Fachma

Arbeitszimmer begrenzt abzugsfähig

All diejenigen, für deren berufliche oder betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, dürfen ab sofort und gegebenenfalls rückwirkend zum 1. Januar 2007 die Kosten für ihr häusliches Arbeitszimmer wieder von der Steuer absetzen. Das betrifft beispielsweise Miete, Strom und Heizung, und zwar bis zu einer Höchstgrenze von 1250 Euro jährlich. Zu den Begünstigten zählen prinzipiell insbesondere Lehrer und Teilselbstständige. Das Bundesverfassungsgericht hatte 2010 entschieden, dass die seit dem Jahr 2007 geltende Regelung verfassungswidrig ist, nach der eine Absetzbarkeit nur möglich war, wenn das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildete.

Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften

Im Rahmen des Jahressteuergesetzes erfahren eingetragene Lebenspartnerschaften eine besondere Berücksichtigung. Gemäß Vorgabe des Bundesverfassungsgerichtes erfolgt eine Gleichstellung bei der Erbschaftsteuer, und zwar rückwirkend für Altfälle – sofern diese offen gehalten wurden – ab dem 1. August 2001. Dies gilt beispielsweise für den persönlichen Freibetrag, den besonderen Versorgungsfreibetrag sowie die Steuerklasse und den Steuertarif.

Klarstellung bei Erstattungszinsen

Zinsen, die das Finanzamt an Steuerpflichtige etwa wegen verspäteter Einkommensteuererstattungen (Erstattungszinsen) zahlt, sind steuerpflichtig. Demnach sind Erstattungszinsen Erträge aus sonstigen Kapitalforderungen und unterliegen somit der Abgeltungssteuer. Nachzahlungszinsen dagegen, die Steuerpflichtige an das Finanzamt zahlen müssen, können weiterhin nicht steuerlich geltend gemacht werden.

Erweiterung der Steuerfreiheit für ehrenamtliche Tätigkeit

Ab dem Veranlagungszeitraum 2011 wird eine spezielle Steuerbefreiungsvorschrift für ehrenamtliche Vormünder, rechtliche Betreuer und Pfleger eingeführt. Ihre Aufwandsentschädigung bleibt dann zusammen mit den steuerfreien Einnahmen als „Übungsleiter“ bis zu 2100 Euro im Jahr steuerfrei.

Doppelförderung gekappt

Im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen und hier speziell der Handwerkerleistungen kann noch für 2010 der Steuerbonus von 20 Prozent der Arbeitskosten (auf maximal 6000 Euro) auch dann geltend gemacht werden, wenn für die Maßnahme öffentliche Gelder oder zinsverbilligte Darlehen in Anspruch genommen wurden. Einzige Ausnahme war bisher das durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, geförderte CO2-Gebäudesanierungsprogramm. Um eine Doppelförderung zu vermeiden, werden künftig weitere öffentlich geförderte Maßnahmen, wie etwa die energetische Renovierung oder altersgerechtes Umbauen, von dieser Steuerermäßigung ausgeschlossen.



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