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Reaktion auf Diskussion des Runden Tisches: Verklappung ausökologischen Gründen abgelehnt

Weserbund gegen Salzabwasser-Pipeline

Weserbergland (fhm). "Keine Salzwasser-Pipeline an die Oberweser!" So reagiert der Weserbund auf die jüngst beschlossene Maßnahmenliste des "Runden Tisches". Der Verband lehnt die vom "Runden Tisch Werra/Weser" diskutierte Salzabwasserpipeline an die Oberweser aus grundsätzlichen Überlegungen ab. Der Weserbund, der als Vertreter der Weser-Re gion am "Runden Tisch" der hessischen Landesregierung zur Verringerung der Salzabwasser-Einleitungen aus der Kali-Industrie mitarbeitet, sieht aus gewässerökologischen Gründen in der Verklappung keine Lösung der Probleme. Außerdem verböten gesetzliche Vorgaben wie etwa das Verschlechterungsverbot gemäß europäischer Wasserrahmenrichtlinie eine Einleitung von Salzabwässern in die Oberweser.

Erforderlich sind nach Auffassung des Weserbundes grundsätzliche Lösungen, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation von Werra und Weser führen und nicht mit einer einseitigen Verlagerung der Probleme an die Oberweser verbunden sind. Der "Runde Tisch Werra/Weser" hatte vor kurzem mitgeteilt, dass im Rahmen eines "Maßnahmenpakets A" auch eine Salzabwasser-Pipeline an die Oberweser als mögliche Zwischenlösung vertieft untersucht werden soll, und dies als "machbare Maßnahme" bewertet, die zu einer Güteverbesserung in Werra und Weser führen würde. Dieser Auffassung widerspricht der Weserbund, der durch seinen Vorsitzenden, den ehemaligen Bremer Bürgermeister Klaus Wedemeier, sowie den Landrat des Kreises Höxter, Hubertus Backhaus, am "Runden Tisch" mitwirkt. Der "Runde Tisch" wird in den nächsten zwei bis drei Monaten die Maßnahmen auf ihre Machbarkeit hin untersuchen. Dabei sollen einzelne Maßnahmen zu Bündeln und Szenarien zusammengefasst werden. Etwa ab Februar 2009 soll aus den wirksamen und machbaren Maßnahmen im Konsens eine Lösung erarbeitet werden. Hessen und Thüringen, die den "Runden Tisch" ins Leben gerufen haben, gaben allen Beteiligten einen Zeitrahmen vor. Maximal anderthalb Jahre sollte die Arbeit des "Runden Tisches" in Anspruch nehmen. Die Arbeit müsste spätestens im September 2009 abgeschlossen sein. Von den 25 Mitgliedern des "Runden Tisches" stammen fünf aus dem Bereich Wirtschaft und Arbeit, sieben aus den Verbänden und Initiativen für Gewässerschutz, sieben Anrainervertreter und sechs Delegierte der Länder- und Bundesverwaltungen.




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