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Die deutsche Urlaubsbranche stöhnt – doch in dieser Region steigen die Übernachtungszahlen

Weserbergland lockt auch in schlechten Zeiten

Weserbergland (mafi). Das Weserbergland profitiert offensichtlich vom Trend zum Urlaub im eigenen Lande. Wie die Fremdenverkehrszahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, hat sich die Region 2009 im Vergleich zu den anderen deutschen Mittelgebirgen und zur gesamten Branche ähnlich wie der Harz überdurchschnittlich gut entwickelt. Allein im niedersächsischen Teil des Weserberglandes wurde bei den Gästeübernachtungen ein Plus von 1,6 Prozent verzeichnet.

Weserbergland (mafi). Das Weserbergland profitiert offensichtlich vom Trend zum Urlaub im eigenen Lande. Wie die Fremdenverkehrszahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, hat sich die Region 2009 im Vergleich zu den anderen deutschen Mittelgebirgen und zur gesamten Branche ähnlich wie der Harz überdurchschnittlich gut entwickelt. Allein im niedersächsischen Teil des Weserberglandes wurde bei den Gästeübernachtungen ein Plus von 1,6 Prozent verzeichnet. Insgesamt gab es hier 3 043 438 Übernachtungen in Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen, das sind 47 928 mehr als im Jahr zuvor.

Der Bayerische Wald und der Schwarzwald haben hingegen zur selben Zeit Rückgänge um knapp 3 Prozent verkraften müssen. 2009 sind erstmals seit sieben Jahren weniger Passagiere von deutschen Flughäfen ins Ausland gestartet. Es handelt sich um ein Minus von 4,5 Prozent gegenüber 2008, das allerdings ein Rekordjahr war. Die deutsche Urlaubsbranche hat 2009 insgesamt einen Umsatzeinbruch um 3 Prozent gemeldet. Sie blickt nun aber optimistisch nach vorn: „Die Talsohle ist durchschritten“, sagt Klaus Laepple, Präsident des Deutschen Reiseverbandes. Seit Mitte Dezember zögen die Buchungen spürbar an.

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass sich das Weserbergland in der wirtschaftlich schwierigen Situation des letzten Jahres behaupten konnte“, bestätigt Petra Wegener, Geschäftsführerin des Weserbergland Tourismus e.V. „Jetzt gilt es aber, sich nicht auf den Zahlen auszuruhen, sondern sich wettbewerbsfähig aufzustellen.“ Wegener verweist auf das Zukunftskonzept „Tourismus im Weserbergland 2015“. Es wurde im vorigen Jahr vom Europäischen Tourismus Institut (ETI) erstellt. Aus der Analyse von Stärken und Schwächen ergaben sich konkrete Handlungsempfehlungen für die künftige touristische Ausrichtung der Region. Laut ETI sollte sich das Weserbergland auf die Bereiche Radfahren und Wandern konzentrieren und mit zielgruppengerechten Werbemaßnahmen interessierte Urlauber heranziehen. Aber auch die historischen Städte seien ein Pfund, mit dem weiterhin gewuchert werden könne. Am 14. April wird sich während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes zeigen, ob die Städte und Kommunen der Region das Konzept auch finanziell mittragen werden.




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