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Bürger melden sich gegen Radweg und Trennzaun zu Wort / Unterschriftensammlung gestartet

"Weserangerbad ohne Zugang geht nicht!"

Rinteln (ur). Bereits im Vorfeld der heutigen Bürgerinformation der Stadtverwaltung im Brückentorsaal (Beginn 20 Uhr) zum geplanten Teilabschnitt des Weserradwegs durch das Weserangerbad meldeten verschiedene Bürger bereits in Leserbriefen und Diskussionsbeiträgen am SZ-Lesertelefon ihre Bedenken gegenüber dieser Trassenführung an und bemängelten dabei neben den immensen Kosten vor allem die Abtrennung der traditionsreichen Flussbadeanstalt vom Ufer.

I nzwischen ist bei den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses (VA) der Stadt Rinteln auch ein Brief von Gisela Güffens eingetroffen, indem einige Argumente der Kritiker zusammengefasst werden und zu einer Petition mit der zen tralen Forderung "Kein Fahrradweg durch das Weser an gerbad" verdichtet wurden. Inzwischen gibt es hierzu eine Unterschriftensammlung, die in den nächsten Tagen noch über Geschäfte und Gaststätten sowie Infostände vorangetrieben werden soll. In dem Schreiben an die VA-Mitglieder heißt es dazu eingangs: "Das Weserangerbad ist eines der schönsten Freibäder im weiten Umkreis. Kein anderes Schwimmbad kann mit der unvergleichlichen Lage direkt an einem Flussufer konkurrieren, mit freiem Blick auf die Weser, die gegenüberliegenden Wiesen und das Stadtpanorama." Freizeit- und Erholungswert seien unbezahlbar, und ganze Familien würden dort an sonnigen Tagen viele Stunden verbringen. Neben den Badefreuden und den verschiedenen Wellness-Angeboten hätten dabei die Rasenflächen und Schatten spendenden Bäume eine besondere Bedeutung: "Die Liegewiesen an der Weser sind besonders begehrt." Wenn nunmehr die Anlage durch einen völlig überflüssigen Radweg und eine dafür zu schaffende Abtrennung des Freibadareals von der Weser zerstückelt werde, müssten wohl auch noch einige Bäume weichen, und die 1,6 Meter hohe Absperrung würde das Weserpanorama beeinträchtigen. "Bleibt noch die Kos tenfrage", heißt es weiter in den Argumenten zur Petition gegen das Vorhaben. "Eine hochverschuldete Stadt verschwendet hier Steuergelder für das überflüssigste aller vorstellbaren Projekte - und 47 000 Euro sind 47 000 Euro zu viel." Die spontane Reaktion der Rintelner sei bislang einhellig gegen das Vorhaben ausgefallen und auch im VA sei die Mehrheit pro Zerstückelung mit 5:4 Stimmen denkbar knapp gewesen - wobei dort eine Diskussion offensichtlich gar nicht stattgefunden habe. Erinnert wird daran, dass das Weserangerbad seinen Namen wohl nicht ohne Grund bekommen habe - und die Grundlage dafür auch erhalten bleiben müsse.



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