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In der Unterführung am Brückenkopf hat Werner Sauer seine Installation „Eine Frage und 37 Antworten“ angebracht

Werner Sauers bunte Formen und Figuren animieren zum Spielen

Hameln. Sie hätten einen etwas besseren Platz verdient, Werner Sauers „Eine Frage und 37 Antworten“ – sichtbarer zumindest als in der Unterführung am Brückenkopf, wo sich Kinder eher selten hinverirren oder ein „homo ludens“ ein spielender Mensch, wie es der langjährige Theaterleiter Rainer Steinkamp war, der auf dem Weg zur Bühne gerne hier vorbeikam und einzelne der 37 Antworten auf eine Frage rotieren ließ. Aber zuvor schaute er immer, ob er auch wirklich alleine ist. 

Autor:

Richard Peter

Von Richard Peter

Hameln. Sie hätten einen etwas besseren Platz verdient – sichtbarer zumindest als in der Unterführung am Brückenkopf, wo sich Kinder eher selten hinverirren oder ein „homo ludens“ ein spielender Mensch, wie es der langjährige Theaterleiter Rainer Steinkamp war, der auf dem Weg zur Bühne gerne hier vorbeikam und einzelne der 37 Antworten auf eine Frage rotieren ließ. Aber zuvor schaute er immer, ob er auch wirklich alleine ist.

Entstanden ist das Ensemble mit dem Titel „Eine Frage und 37 Antworten“ anlässlich des 2. Hamelner Bildhauer-Symposiums 1992. Der Wunstorfer Künstler Werner Sauer hat acht der bunten Eisenteile so montiert, dass sie sich schwungvoll in Bewegung setzen lassen (rechtes Bild).

3 Bilder

Bewegende – bewegte Kunst, Kunst für Kinder und spielfreudige Bürger und die seltene Gelegenheit „Kunst im Alltag“ zu erleben. Heißt es sonst streng und strikt: „Das Berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten“ – heißt es hier eindeutig: Spiel mit mir, fass mich an, setz mich in Bewegung. Aber so in den Untergrund im Fußgängertunnel Münsterbrücke verbannt mit praktischer Kachelwand, werden viele daran vorbeigehen. Werner Sauer, 1955 in Kleinostheim geboren, studierte Fotodesign an der FH Darmstadt, schloss eine Lehre als Steinbildhauer an und studierte von 1985 bis 1991 Freie Kunst an der FH Hannover, bevor er Meisterschüler bei Horst Hellinger wurde.

In einer kleinen Feierstunde im Kunstkreis – der eine Besichtigung der einzelnen Kunstwerke an der Weser und die symbolische Übergabe der Arbeiten an die Stadt vorausgegangen waren, wie es in einem Bericht der Dewezet hieß – bekannte Christa Bruns, damals Hamelns Oberbürgermeisterin: „Ich bin begeistert von dem, was ich gesehen habe!“. Wichtig für Hamelns OB: „Bürgerinnen und Bürger an moderne Kunst, an ihre Ausdrucksformen heranzuführen“. Das Besondere an diesem zweiten Symposium der Stadt, wie auch schon ein paar Jahre zuvor, 1986, als mit Friedrich Heißmeyer und Moritz Bormann auch zwei Hamelner Künstler beteiligt waren – wer wollte, konnte bei der Entstehung der Kunstwerke dabei sein, den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen, Fragen stellen, diskutieren. Wann hat man schon Gelegenheit, das live mitzuerleben.




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