weather-image
26°

Wer zahlt für den Brandschutz?

Hachmühlen. Eigentlich sollte der TSV die Sporthalle in Hachmühlen bereits zum 1. August übernehmen, doch der Gestattungsvertrag ist noch nicht fertig. Zu klären ist die Frage, wer die Kosten für die notwendigen Brandschutzmaßnahmen trägt. Sowohl der Verein als auch Bürgermeister Hartmut Büttner zeigen sich jedoch hoffnungsvoll, den Vertrag, der dem TSV das Nutzungsrecht der Halle bis zum 31. Dezember 2033 festschreibt, „zeitnah“ unterzeichnen zu können.

270_008_7338995_lkbm_sporthalle_hachmuehlen.jpg

So war das Thema zwar im Verwaltungsausschuss Mitte des Monats diskutiert worden, „wir konnten jedoch keinen Beschluss treffen“, erklärt Büttner. Der Hauptgrund ist eine Begehung, die kürzlich mit dem Landkreis hinsichtlich der Brandschutzauflagen stattgefunden hat. Eine genaue Kostenkalkulation gebe es zwar noch nicht, Schätzungen gehen jedoch von bis zu 30 000 Euro für die notwendigen Maßnahmen aus.

Die Stadt hat wie berichtet bereits 110 000 Euro in den Haushalt eingestellt, damit der Verein Dach und Heizung der Halle sanieren kann. Nun sollen, so die Vorstellung der Verwaltung, die Brandschutzmaßnahmen am liebsten aus dem zugesagten Betrag finanziert werden. Hiergegen hatten sich die TSV-Vorsitzenden jedoch gewehrt. „Dieser Punkt ist für uns nicht verhandelbar“, macht Vorsitzender Harald Schrader deutlich. Die Stadt dürfe sich nicht aus ihrer Verantwortung herausstehlen, so die Forderung auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Die weiteren Kosten will die Dorfgemeinschaft zusammen stemmen – und dabei auch auf Fördergelder von Kreis- und Landessportbund zurückgreifen. Um noch eine Förderung für das Jahr 2015 zu erhalten, muss der Verein die Anträge bis zum 30. September eingereicht haben. „Bis dahin müssen wir das Ganze zum Abschluss bringen“, erklärt Büttner.

Auch ganz ohne Beitragserhöhung wird sie nicht zu wuppen sein, die anstehende Renovierung und künftige Unterhaltung der Turnhalle, machte Vorsitzender Stefan Lampe klar. Ein Rechenmodell sieht eine Erhöhung des derzeitigen Beitragsaufkommens in Höhe von 6000 Euro auf dann 30 000 Euro vor. Auf der nächsten Versammlung, wenn man Genaueres zur Höhe der fehlenden Deckungssumme wisse, werde ein entsprechender Antrag eingebracht.

Die Investitionskostenaufstellung für den ersten Bauabschnitt weise nach Aussagen der Bausachverständigen 220 000 Euro für die Gesamterneuerung der Heizungsanlage sowie die energetische Sanierung und Erneuerung des Hallendaches aus. Das Finanzierungsmodell sieht 20 Prozent Eigenanteil des TSV vor (44 000 Euro), einen Zuschuss des Landessportbundes in Höhe von 30 Prozent (66 000 Euro), einen zehnprozentigen Zuschuss des Landkreises Hameln-Pyrmont (22 000 Euro) sowie eine 40-prozentige Beteiligung der Stadt (88 000 Euro). Der Verein sei in der komfortablen Situation, den errechneten Eigenanteil aus seinen Rücklagen leisten zu können, so Schrader.gho/col

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare