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Vor Gericht: Prügelei zwischen Jugendlichen am Himmelfahrtstag

"Wer prügelt, wird eingesperrt" Arrest für Schlag mit Bierglas

Rinteln (maf). Zehn Monate nach einer tätlichen Auseinandersetzung in der Nähe des Ludwigsturmes sind zwei junge Auszubildende zu jeweils einer Woche Jugendarrest verurteilt worden.

Bei einer Vatertagswanderung hatten die Brüder einen 20-jährigen Schüler attackiert, der unter anderem einen Schlag mit einem Bierglas abbekam. Dabei hatte sich das Opfer eine sechs Zentimeter lange Kopfplatzwunde zugezogen, die im Krankenhaus mit neun Stichen genäht werden musste. Richter Christian Rost erkannte jetzt auf gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung und machte unmissverständlich klar: "Wer prügelt, wird eingesperrt". Am Vatertag letzten Jahres wanderte eine Gruppe von Schülern mit einem Bollerwagen zum Ludwigsturm. Man trank Alkohol und machte sich am Nachmittag auf den Rückweg. An einer Kreuzung trafen die jungen Leute auf eine andere Gruppe, zu der auch die beiden alkoholisierten Angeklagten gehörten. Eine Person aus dieser Gruppe stolperte über den Bollerwagen, zwei Bierkisten fielen herunter. Weil sich niemand entschuldigte, waren die Schüler wenig erfreut, zogen aber weiter. Die jungen Leute lachten, guckten sich um, was einem der Angeklagten missfiel. Er hatte das Gefühl, dass sich die Schüler über ihn und seine Freunde lustig machten. Plötzlich rannte er hinter der Gruppe her, trat wütend gegen den Bollerwagen und schubste einen 19-Jährigen. Das spätere Opfer ging dazwischen, wurde aber ebenfalls attackiert und in ein Gebüsch gedrückt. Es folgte eine Rangelei mit mehreren Beteiligten, in deren Verlauf der zu Boden gegangene Schüler geschlagen und getreten wurde. Dabei schaltete sich auch der zweite Angeklagte ein und schlug dem 20-Jährigen ein Bierglas auf den Kopf. Die beiden Auszubildenden schilderten einen anderen Ablauf des Geschehens. Einer der Brüder behauptete, er sei von dem späteren Opfer angegriffen worden. Richter Rost glaubte aber der Aussage des verletzten Schülers und verdonnerte die beiden Auszubildenden zu Jugendarrest. Das Organisationsteam der Feuerwehr Wennenkamp, das die Bewirtung am Ludwigsturmübernimmt, hat übrigens Konsequenzen aus den Streitigkeiten gezogen - der Fall vor Gericht war nicht der einzige - und einen privaten Sicherheitsdienst beauftragt, an Himmelfahrtstagen hier Schlägereien zu unterbinden.




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