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Palais Bückeburg ermöglicht würdige Feierstunde für erfolgreiche Auszubildende in IHK-Berufen

"Wer nicht ausbildet, lebt auf Kosten anderer"

Landkreis (hb). Im vollbesetzten Palais Bückeburg haben gestern Nachmittag die erfolgreichen Absolventen der IHK-Ausbildungsberufe in einer Feierstunde ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Für die passenden musikalischen Klänge in einer hervorragenden Akustik sorgte dabei der Schaumburger Jugendchor.

Strahlen um die Wette: Die Einzelhandelskaufleute Rouven Schley

138 Kandidaten der Berufsschule Stadthagen hatten sich der Prüfung gestellt. Lediglich sechs fielen durch. "Das entspricht einer Quote von gerade einmal 4,5 Prozent" freute sich IHK-Geschäftsstellenleiter Reinhard Winter. Er mahnte die ehemaligen Azubis jedoch: "Ausruhen gilt nicht - die beruflichen Anforderungen steigen." Als Festredner sprach der Schaumburger CDU-Landtagsabgeordnete Joachim Runkel allen Absolventen "Anerkennung und Hochachtung" aus. Außerdem gab er den jungen Frauen und Männern seine "drei persönlichen goldenen Regeln der Karriereleiter" mit auf den Weg: "Sie benötigen von allen positiven Eigenschaften etwas mehr als der Durchschnitt. Seien Sie nicht Pessimist oder Optimist, sondern Realist! Und schmeißen Sie die Brocken nicht hin, wenn mal Probleme auftauchen!" Notwendig sei auch die individuelle Bereitschaft, ständig dazuzulernen. Eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen sei zwar ein Anlass zum Feiern, aber letztlich nicht mehr als eine solide Grundausbildung. "Es ist das Fundament, auf dem Wissen, Können und Fähigkeiten auszubauen sind", suchte der Ingenieur Runkel den Vergleich zur Baubranche. Die Ausbildung junger Menschen nannte der Landtagsabgeordnete eine "soziale Aufgabe und Pflicht von Wirtschaft und Gesellschaft". Er rief alle Schaumburger Betriebe dazu auf, in diesem Punkt nicht nachzulassen. "Wer ausbildet, hat Zukunft. Wer nicht ausbildet, lebt auf Kosten anderer", fand Runkel an dieser Stelle klare Worte. Weil die Wirtschaft in vielen Bereichen brumme und ihre langjährige Durststrecke überwunden habe, gebe es derzeit hervorragende Bedingungen zur Schaffung von weiteren Ausbildungsplätzen. Quasi als Beleg zitierte Runkel die Überschriften der Wirtschaftsseite vom Vortag, die ausschließlich positive Neuigkeiten verkündeten. Zögernde und zaudernde Unternehmen der Region will Runkel im Rahmen einer Neuauflage der Schaumburger Ausbildungsinitiative ansprechen. "Wir werden mit denen reden, die nicht oder nur wenig ausbilden." das klang nach einem Versprechen an alle jungen Schaumburger, die auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz noch nicht fündig geworden sind. Dem Landespolitiker ist dabei bewusst: "Die Berufswelt ist keine bequeme Welt." Speziell frisch gebackene Azubis und Fachkräfte dürften sich von schönen oder weniger schönen Ereignissen weder blenden noch aus der Fassung bringen lassen. Diese Erkenntnis eines Berufspolitikers gilt selbstverständlich auch für die beiden Einzelhandelskaufleute Rouven Schley (Edeka Minden-Hannover) und Servet Günes (WEZ-Märkte Karl Preuß). Beide absolvierten ihre Ausbildung mit einer sehr guten Abschlussnote und erhielten für ihre Leistungen jeweils eine lobende Anerkennung in Form eines Buchpräsents.



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