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Wer macht hier die Gosse sauber?

BAD MÜNDER. Straßenkehren ist eine Sache der Anwohner – grundsätzlich stimmt die Regel. Im Detail wird es jedoch kompliziert: Denn wo zu viel Verkehr herrscht, übernimmt die Stadt diese Aufgabe – aber eben auch nicht komplett. Eine Initiative aus dem Ortsrat Beber-Rohrsen will jetzt die Regeln etwas vereinfachen.

Wer muss hier ran? Blick in die Gosse an der Friedrich-Ebert-Allee in der Kernstadt. Foto: Rathmann
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Konkret sind es 33 Straßen im Stadtgebiet, bei denen die Anwohner auf ganzer Länge oder in Teilen nur den Gehweg säubern müssen: Um Gosse und Fahrbahn kümmert sich die Stadt oder eine von ihr beauftragte Firma. Es handelt sich meist um Kreis-, Landes- oder Bundesstraßen.

Bei sechs weiteren Straßen – es handelt sich um die Ortsdurchfahrten oder Hauptzufahrten von Egestorf, Klein Süntel, Luttringhausen, Nettelrede, Nienstedt und Rohrsen – reinigt die Stadt nur die Fahrbahn. Gosse und Gehweg bleiben beim Bürger.

Was aus Sicht von Rohrsens Ortsbürgermeisterin Elke Osterkamp zu der etwas merkwürdigen Situation führt, dass ein Kehrfahrzeug zwar die Fahrbahn saubermacht – aber nicht ein paar Zentimeter zur Seite schwenken soll, um auch noch die Gosse am Bordsteinrand mitzunehmen.

Im Ortsrat Beber-Rohrsen beklagte eine Anliegerin, die Stadt dränge sie zur Gossenreinigung an der Rohrsener Ortsdurchfahrt, der Beberschen Straße. Doch weil ihr das zu gefährlich sei, habe sie eine Firma damit beauftragt. Für Osterkamp Grund genug, nochmal bei der Stadt nachzuhaken – mit dem Ziel, dass bei den verbleibenden sechs Straßen die Gosse ebenfalls in städtische Obhut übergeht: „Wir hatten das schon mal beantragt – aber ohne Erfolg. Warum soll denn nicht das gleiche Recht für alle Anwohner von viel befahrenen Straßen gelten?“

Warum diese Unterscheidung überhaupt gilt, das ist nicht so leicht zu klären. Uwe Hünefeld, Hoch- und Tiefbau-Chef im Rathaus, weiß, dass die Regelung schon älter ist. Er vermutet, sie könnte als Kompromiss zwischen Stadt und Ortsräten entstanden sein, als es darum ging, die Aufgabe vom Bauhof an die Anlieger zu übertragen. Ob und wann es eine Änderung gibt, ist offen.

Zu den Straßen, die im Auftrag der Stadt gereinigt werden, gehören unter anderem die Bahnhofstraße, weite Teile der Süntelstraße und die Friedrich-Ebert-Allee in der Kernstadt, die größeren Straßen in Eimbeckhausen oder die Bundesstraßen in Hachmühlen.



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