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Heimische Künstler stellen in der Landfrauenschule aus / Der Erlös ist für das Frauenhaus bestimmt

Wer diese Kunst kauft, hilft den Kindern

Bückeburg (jp). Zum 18. Mal haben jetzt zahlreiche heimische Künstler zugunsten des Schaumburger Frauenhauses Werke in der ehemaligen Landfrauenschule ausgestellt. Der Erlös der Veranstaltung, die einmal im Jahr von der Arbeiterwohlfahrt organisiert wird, kommt der "Kinderarbeit" im Schaumbur ger Frauenhaus zugute.

Eine Vielzahl a n Gästen aus Politik, Verwaltung und dem öffentlichen Leben konnte der AWO-Kreisvorsitzende Ernst Kastning zur Eröffnung des Bazares in der von Sturm Emma umtosten Landfrauenschule begrüßen. "Mitgliedschaft in der AWO tut gut", erklärte Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier in seinem Grußwort. Trotz defizitärer Haushaltslage stehe der Landkreis uneingeschränkt zu der Zusammenarbeit mit dem Wohlfahrtsverband und werde auch in diesem Jahr den Zuschuss für das Frauenhaus in gewohnter Höhe in den Haushalt einstellen. Das gleiche gelte für den Zuschuss an die Arbeiterwohlfahrt. "Für uns ist es gar keine Frage, dass wir auf diese Zusammenarbeit überhaupt nicht verzichten können." Dem konnte sich das frisch eingetretene AWO-Mitglied Reiner Brombach nur anschließen: "Auch wir als Stadt Bückeburg haben den Zuschuss an die AWO mit voller Überzeugung geleistet." Ernst Kastning erinnerte an das 20-jährige Jubiläum, welches das Schaumburger Frauenhaus im vergangenen Jahr feierte und das für ihn trotz aller Leistungen dieser Einrichtung einen schalen Beigeschmack hinterlassen habe. Viel wünschenswerter, so Kastning, seien schließlich Bedingungen, unter denen eine Einrichtung wie das Frauenhaus gar nicht mehr erforderlich sei. Doch danach sehe es im Moment nicht aus. 1251 Kinder sind laut der Beiratsvorsitzenden Gudrun Wolter in den zurückliegenden 20 Jahren im Schaumburger Frauenhaus betreut worden. "Die Mütter sind oftmals aufgrund ihrer eigenen traumatischen Gewalterfahrung mit der Kinderbetreuung überfordert", so Gudrun Wolter. "Daher versuchen unsere dafür geschulten Fachkräfte, ihnen Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln." Diese Präventionsarbeit sei unerhört wichtig, da Frauen mit Gewalterfahrung in der eigenen Kindheit oftmals die Opferrolle ihrer Mütter übernehmen, Jungen hingegen die Rolle des Gewalttäters: "Dadurch dreht sich die Spirale der Gewalt in der nächsten Generation weiter." Hierbei werde von den Mitarbeiterinnen des Frauenhauses eine außerordentlich engagierte Arbeit geleistet, die um ein Vielfaches über das Maß der formalen Wochenstunden hinausgehe. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung des Kunstbazars vom Duo Little Jazz, bestehend aus Helmut Rinne und Christoph von Storch. Auf jüngste Besucher wartete das Klangtheater, das von Mitarbeitern des "Hauses des Kindes" gestaltet wurde.




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