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Kalle-Zlenko-Turnier: Der HSV-Fanclub fehlt unentschuldigt, erhält aber eine Urkunde / Vehlen wieder vorn

Wer den Schaden hat, der spottet jeder Beschreibung

Obernkirchen (rnk). Was dem einen seine Eule, ist dem anderen bekanntlich seine Nachtigall. Dem HSV also eine ebenso katastrophale wie sportlich deprimierende Bundesligasaison - und dem Schaumburger HSV-Fan-Club eine echte sportliche Undiszipliniertheit: Beim diesjährigen Kalle-Zlenko-Turnier glänzte das Team des "Blauen Sterns Schaumburg" durch unentschuldigte Abwesenheit.

Das gelingt auch nicht vielen Teams: Die Vehlener Dorfjugend hat

Was für die Organisatoren höchst ärgerlich war, denn zum ersten Mal seit Jahren konnten ein Dutzend Mannschaften zum Traditionsturnier begrüßt werden, darunter gleich vier Teams, die ihre Premiere feierten. Organisator Jörg Nitsche hatte daher auch Turnier-Namensgeber Kalle Zlenko gebeten, höchstpersönlich zu erscheinen, damit die Neulinge den Mann kennen lernen konnten, der vor 34 Jahre nach einem kleinen Fußballturnier in der Halle eine Wiederholung im nächsten Jahr vorgeschlagen hatte - und dafür einen Pokal stiftete. Das 33. Turnier war das wohl bisher spannendste. In der ersten Gruppe lagen am Schluss gleich drei Mannschaften punktgleich auf dem ersten Platz. Das bessere Torverhältnis - und damit den Finaleinzug - entschied für die Jungs von Weiß-Blau Bückeburg vor dem Obernkirchener Leichtathleten, die sich später den dritten Platz sicherten, und vor dem "Club 19.15", einer Freizeitvereinigung, die auf Platz sechs landete. Wer den Schaden hat, der spottet ja jeder Beschreibung. Da der HSV-Fanclub sein Antrittsgeld bezahlt hat, wird er in den nächsten Tagen auch eine Urkunde erhalten: Weil es beim Kalle-Zlenko-Turnier keine Verlierer, sondern nur Gewinner gibt, landeten die Nicht-Antreter auf dem zwölften Platz. Damit nicht genug: Bei der Frage, wer als bester Torwart ausgezeichnet werden solle, rief ein Witzbold bei der Siegerehrung: "Der vom Fanclub - der hat die wenigsten Gegentreffer." Die Jury entschied natürlich anders: Den so genannten Zlenko-Keeper teilen sich Wolfgang Graff und Lars Warnecke - beide mussten im Laufe des zweitägigen Turnier nur einmal hinter sich greifen. Den Pokal als bester Torschütze nahm André Munckelt mit nach Hause: Sieben Mal beförderte er das Runde in das Eckige. Den Fair-Play-Pokal erhielt das Team der "Petticoats& Cowboys", die nach der fristgerechten Absage der Sparkassen-Mannschaft kurzfristig einsprangen - damit in beiden Gruppen mit sechs Teams gespielt werden konnten. Im Endspiel standen sich schließlich die Teams der weiß-blauen Tennisspieler aus der Residenzstadt und die Dorfjugend Vehlen gegenüber. Erst im Siebenmeter-Schießen fiel die Entscheidung: Die Bückeburger setzten zwei ihrer drei Schüsse links neben das Tor, die Vehlener hauten die Dinger humorlos rein und verteidigten so ihren Vorjahrestitel. Auf Platz vier lag am Schluss die Bornemann-Truppe, vor der Feuerwehr Obernkirchen, die wegen ihrer Jahreshauptversammlung am Freitag alle Turnierspiele am Sonnabend absolvierte. Platz sieben ging an das Team der Firma Steinert, Platz acht gab es für die Beinschwinger der "Petticoats und Cowboys", Platz neun belegte das zweite Team der Leichtathleten, danach folgten die Handballer und die Thekenmannschaft Escher vor dem HSV-Fanclub. Höchst erfreulich war der Zuschauerzuspruch. Er war zwar nicht so stark wie in den allerbesten Zeiten des Zlenko-Turniers, aber doch so hoch, dass die Mannen um Organisator Nitsche überlegen wollen, im nächsten Jahr das Turnier wieder in der größeren Kreissporthalle auszutragen. Dort gibt es Tribünen, aber eben auch eine Theke, die draußen steht: Vieles verläuft sich dann. Natürlich wurde die dritte Halbzeit nach dem diesjährigen Turnier beim Griechen im Lindenhof gefeiert. Das ist beim Zlenko-Pokal so Ouzo.



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