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Dr. Rolf Flemes – Gründer des Hamelner Kunstkreises – wäre heute 100 Jahre alt geworden

„Wer arm ist, muss sich was einfallen lassen“

Hameln (Pe). Nichts weniger als ein Glücksfall für Hameln. Denn Dr. Rolf Flemes, der heute seinen hundertsten Geburtstag feiern könnte, hat der Rattenfängerstadt den Kunstkreis am Bürgergarten beschert. Der Wirtschaftsfachmann, der als Ministerialdirigent in Hannover hohe Ämter bekleidete, war ein engagierter Freund der Künste. Und was so selten zusammentrifft: Wirtschaft und Kunst gingen bei Flemes eine überaus glückliche Symbiose ein.

Hameln (Pe). Nichts weniger als ein Glücksfall für Hameln. Denn Dr. Rolf Flemes, der heute seinen hundertsten Geburtstag feiern könnte, hat der Rattenfängerstadt den Kunstkreis am Bürgergarten beschert. Der Wirtschaftsfachmann, der als Ministerialdirigent in Hannover hohe Ämter bekleidete, war ein engagierter Freund der Künste. Und was so selten zusammentrifft: Wirtschaft und Kunst gingen bei Flemes eine überaus glückliche Symbiose ein. Als Spiritus Rector, Gründer und langjähriger erster Vorsitzender des Kunstkreises sorgte er dafür, dass der noch junge Kunstverein eine eigene Bleibe erhielt. Ihm ist es zu verdanken, dass hochkarätige Architekten sich an der Ausschreibung beteiligten und eine kompetente Jury schließlich den Hannoveraner Architekten Prof. Dieter Oesterlen gewinnen konnte, das für Hameln so einzigartige Kunstkreisstudio zu schaffen – und auch den späteren Erweiterungsbau. Wer heute in den Erinnerungen von Charlotte Flemes „Vieles gibt uns die Zeit“ nachliest, weiß, es war eine Schwergeburt mit vielen Stolperfallen. Es musste schon ein Rolf Flemes sein, der diese Widerstände überwinden konnte, weil Begeisterung für die Kunst, für seine Heimatstadt und sein Wissen um Verwaltung und seine Verbindungen immer wieder einen Ausweg aus zahllosen Rückschlägen fanden. Hameln hat Rolf Flemes viel zu verdanken. Immerhin: An den großen Mann erinnert das Rolf-Flemes-Haus, wie das Kunstkreisstudio nach ihm benannt wurde. Auf seine Initiative wurde auch das einzigartige Unternehmen „Maler auf großer Fahrt“ ins Leben gerufen. So konnten die Hamelner Hans Düne, Rudolf Riege und Ernst Duttmann auf Reisen gehen und neben einer Fülle von Eindrücken auch jede Menge Skizzen mitbringen. Was der Kultur heute bitter fehlt: Männer wie Rolf Flemes – dessen Devise es war, wie seine Frau sich erinnert: „Wer arm ist, muss sich was einfallen lassen.“ Er hatte die Fantasie dazu. Und hat nie aufgegeben, bis eine heimtückische Lungenkrankheit am 26. Juli 1980 seinem Leben ein Ende setzte.




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