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Ein Luftballon und viele Schichten aus Papier: Grundschüler basteln mit der Dewezet

Wenn Zeitungsenten Flügel bekommen

Autor:

Svenja-A. Möller

Hessisch Oldendorf. „Eine Zeitungsente, das ist, wenn in der Zeitung etwas steht, das gar nicht stimmt“, weiß Malina. „Zum Beispiel, dass wir Samstag und Sonntag auch Schule haben, das stimmt ja gar nicht“, räumt Albin ein.

Dass Zeitungsenten aber durchaus für etwas nützlich sein können, das wissen die Kinder der Klasse 3a der Grundschule am Rosenbusch nun auch. „Wir basteln Zeitungsenten, das werden mal Spardosen“, so die einstimmige Ankündigung der Klasse. Die sollten eigentlich schon im Werkunterricht entstehen. Dann verging jedoch zu viel Zeit und der Luftballon, der den Körper der Enten bildet, schrumpfte zusammen. „Dann waren alle Enten zusammengefallen und wir haben noch mal von vorne begonnen“, weiß Klassenlehrerin Kathrin Borgwardt. Nun hätte sich die Klasse beeilt, für die Enten hätten sie nun nur etwa zwei Tage gebraucht. Entstanden sind dabei ganz verschiedene Zeitungsenten: große Enten, kleine Enten, sehr dicke Enten, Enten mit einem kugeligen Bauch, eierförmige Enten und einem kleinen Kopf oder auch Enten mit zwei linken Füßen. Zwischendurch wurden auch mal Enten-Teile getauscht. „Wir haben die Köpfe getauscht. Weil mein Kopf so klein war und seiner so groß“, erklärt eine Schülerin, während sie ihre dickbäuchige Ente stolz in der Hand hält.

Angefangen haben die Kinder mit einem Luftballon, um den verschiedene Schichten aus Zeitung geklebt wurden. Auch ein Kopf wurde aus vielen Lagen zusammengestellt. Aus Pappe werden Füße und Schnabel angeklebt und mit einem Edding Augen und wahlweise auch Augenbrauen aufgemalt. Um die Ententeile zusammenzukleben, erhielten die Kinder Hilfe von ihrer Klassenlehrerin und einer Integrationshilfe, die die Klasse regelmäßig besucht. Auch die Schlitze für Füße und Schnabel werden mit einem Cutter von Borgwardt geschnitten. Am Ende der Bastelzeit sitzt auf der Fensterbank des Klassenraumes eine wahre Entenschar – denn schließlich müssen die Tiere gut durchtrocknen. Sonst fällt – wie in der Klasse auch immer mal geschehen – der Entenkopf ab. „Die Enten sollen mal Spardosen werden“, erklärt Borgwardt. Wenn die Zeitungsente gut durchgetrocknet, der Luftballon im Inneren zusammengefallen ist, wird am Rücken der Zeitungsente ein Schlitz gemacht. „Wir basteln mit den 3. Klassen immer Spardosen. In diesem Jahr werden es halt Sparenten“, erklärt die Klassenlehrerin.

Die Klasse hat mit der Dewezet aber nicht nur gebastelt. Während des Projektzeitraumes haben alle 21 Kinder der Klasse verschiedene Langzeitprojekte betreut. Es wurden Ausschnitte über das Wetter, die 1. Bundesliga, Bayern München und den Weltraum gesammelt – je nach Interessen- lage. „Über den Weltraum habe ich aber leider nicht immer so viel gefunden“, bedauert der Schüler. Die Zeitungsausschnitte haben die Schüler in eigens dafür angelegten Themenmappen gesammelt. Akribisch listen sie dort auf, ob die Wettervorhersage auch mit dem tatsächlich eingetretenen Wetter übereinstimmte. „Es stimmte fast immer, nur einmal, da war Sturm angekündigt und der kam gar nicht.“

Worauf die Kinder der Klasse aber besonders stolz sind, das ist das Zeitungs-Gedicht, das sie gemeinsam auswendig gelernt haben. Im Klassenverband können sie es auch aufsagen. Zum Gedicht hat jedes Kind ein kleines Bilderbuch gestaltet. Darin steht nicht nur das handgeschriebene Gedicht. Die Geschichte vom großen kecken Zeitungsblatt wurde auch aufgemalt und geklebt. Dabei steht der kleine Zeitungsschnipsel auch mal auf dem Kopf – immerhin macht er in dem Gedicht ja auch Luftsprunge und Purzelbäume.

Auch Oskar ist zufrieden mit seiner selbstgeklebten

Ente.sak(2)




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