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Wenn unterschiedliche Musikstile das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinreißen

2006 von Nico und Steve Baker sowie dem Leiter des Schneverdinger Famila-Marktes Heiko Tank aus dem Boden gestampft, gilt heute das „Blues, Roots & Song Festival“ in Schneverdingen als Geheimtipp für erstklassige Blues & Rock-Musik. Doch auch Kenner und Wertschätzer von Texas Rock, Rootsmusik, Weltmusik, Rocksteady, Calypso, Folk und Klezmer kommen auf dem Theeshof am Lange-lohsberg auf ihre Kosten.

Auf dem mit jahrhundertealten Eichen bewachsenen idyllisch gelegenen Gelände gaben sich in den vergangenen Jahren bereits Gruppen und Künstler wie Louisiana Red (USA), Heinz-Rudolf Kunze (D), die Hamburg Blues Band (GB/D) Stoppok & Worthy (D/USA) und Abi Wallenstein & Blues Culture (D/GB) die Ehre. Sie sorgten mit ihren grandiosen Shows regelmäßig für Begeisterungsstürme unter den zahlreichen, sachkundigen Konzertbesuchern.

Mit der Verpflichtung der Patricia Vonne Band (USA), Hazmat Modine (USA) und Jessy Martens & Band aus Hamburg präsentierten die Veranstalter auch in diesem Jahr dem Publikum ein abwechslungsreiches, hochwertiges Programm, das keine musikalischen Wünsche offen ließ.

Alles geht fast familär zu – man kennt sich, trifft sich zum Smalltalk, tauscht sich musikalisch aus – auf große Absperrungen vor und hinter der Bühne wird überwiegend verzichtet, was eine gewisse Nähe zu den Künstlern herstellt. Die lassen sich bereitwillig mit ihren Fans ablichten, erfüllen Autogrammwünsche und beantworten auch die eine oder andere Frage ihrer Fangemeinde.

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Moderiert wird die Veranstaltung von Bluesharp-Star Steve Baker, der in der letzten Woche noch im Kurpark Bad Münder aufgetreten ist. Von seinem erstklassigen Mundharmonikaspiel profitieren an diesem Abend auch alle performenden Künstler – allen voran Patricia Vonne, die Baker zum Schluss bei „Sax Maniac“ auf die Bühne holt.

Die vielseitige Künstlerin aus Austin (Texas) startet das Festival mit „Dark Mile“, gefolgt von „Mudpies And Gasoline“, einem Song aus ihrem Debütalbum „Patricia Vonne“ (2003). Wieder einmal mehr beweist die Sängerin im Laufe ihrer fast 90-minütigen Show ihre große musikalische Wandlungsfähigkeit, beeindruckt dabei sowohl als mexikanische Rocklady, als auch als sinnlich verführerische Flamenco-Tänzerin. Bei Songs wie „Pistoleros“ oder „Marinero Y La Sirena“ zeigen sich ihre mexikanischen Wurzeln. Dass Vonne auch einen Gang zulegen kann, beweist sie bei rockigen Stücken à la „Rebel Bride“, bei dem sie ihrem Temperament freien Lauf lassen kann – bestens unterstützt von ihrem Ehemann Robert LaRoche, der auf seiner Rickenbacker-Gitarre die Hohe Saitenkunst zelebriert. In einer der nächsten Ausgaben werden wir euch Patricia Vonne im Rahmen eines ausführlichen Interviews näher vorstellen – unter anderem über ihre Arbeit als Schauspielerin (Desperado, Spy Kids, Sin City) sowie ihre Songwriter-Qualitäten berichten.

Bereits im Vorfeld zum heimlichen Headliner gekürt, wurde die Band Hazmat Modine aus New York ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Durch die Verbindung verschiedener Musikstile wie Blues, Rocksteady, Calypso und Klezmer, hat sich die Gruppe mit ihren zahlreichen Live-Auftritten in Nordamerika, Europa und Asien auch einen Namen im Weltmusik-Genre gemacht. Standen die Menschen beim Auftritt von Patricia Vonne noch nicht so dichtgedrängt vor der Bühne, änderte sich das sofort, als die Musiker von Hazmat Modine die Bühne betreten.

Bandgründer und Leadsänger Wade Schuman brilliert als hervorragender Mundharmonikaspieler, hat sich zudem als Sessionmusiker auf Joan Osbornes vierfach Grammy-nominierten Album „Relish“ (1995) bereits einen Namen gemacht. Aber auch Joseph Daley auf der Tuba und die ausgezeichnete Rachelle Garniez (Accordion, Claviola, Vocals) setzen mit ihren Instrumenten wichtige Akzente. Immer wieder Zwischenapplaus, als die Musiker der Formationen auf ihren Instrumenten zur Hochform auflaufen – einfach Weltklasse was das Publikum zu hören bekam.

Den Schlussakkord unter eine überaus gelungene Veranstaltung setzt dann noch Jessy Martens aus Hamburg, die mit ihrer unverwechselbaren Rockröhre noch einmal die Fans unter Strom setzt.

Stark, das grandiose Mundharmonika/Stimmen-Duell zwischen Jessy und Steve Baker, das begeistert vom Publikum aufgenommen wurde.

Patricia Vonne eröffnete das Festival mit „Dark Mile“ – immer an ihrer Seite: Ehemann Robert LaRoche, der sie auch an diesem Abend auf der Gitarre begleitete.

Patricia Vonne und Moderator Steve Baker. ð




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