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The Help rocken die Bluesgarage / Großes Kino im „Home Of Blues“

Wenn Stimmgewalt und musikalische Genialität sich vereinen

Man nehme etwas Chaka Khan, eine Prise Tina Turner – fertig ist eine hochexplosive, musikalische Mischung, die als Dacia Bridges jedes Konzert zu einem mittleren Vulkanausbruch werden lässt.

Sie ist das Aushängeschild der Band „The Help“, in der Ausnahmemusiker wie Bassist Doug Wimbish (Depeche Mode, Rolling Stones), Drummer Flo Dauner (Fanta 4) und Gitarrist Alex Scholpp (Farmer Boys, Tarja) für ihre Frontfrau einen satten Soundteppich aus Rock, Metal, Soul und HipHop geknüpft haben.

Obwohl das Projekt noch in den Kinderschuhen steckt, haben sich hier vier Künstler gefunden, die, von purer Leidenschaft getrieben, ihre Fangemeinde in den nächsten Jahren sicher vergrößern dürfte.

Gleich der Opener „Make Way“ lässt das legendäre „Home Of Blues“ erschüttern – wer an diesem Abend Softmucke erwartet hätte, wäre auch wohl zum falschen Konzert gepilgert.

Während Wimbish seinen Spector-Bass auf die richtige Lautstärke trimmt, öffnet Scholpp sein Gitarrenmuseum, aus dem er eine sechssaitige Kostbarkeit nach der anderen hervorzaubert.

Lasziv tänzelnd bewegt sich die stimmgewaltige Dacia „dressed in black“ auf die Bühne – wird mit ihrer grandiosen Bühnenpräsenz zum Hingucker der gesamten Show.

Bei „Resistence Of The Cell“ lässt Doug Wimbish seine rauchige Stimme erklingen, während Dacia Bridges kurze Zeit später bei „Farcaster“ die Bühne der spielenden Zunft überlässt.

Mit ihrer natürlichen Wildheit, Ausdruckskraft und überragenden Stimme vereinnahmt sie das Publikum, lässt es aktiv an der Show teilhaben. Immer wieder feuert sie die Fans zum Mitklatschen und Mitsingen auf – von einer „Madonna im Hardrock-Gewand“ ist jedenfalls an diesem Abend nichts zu spüren.

Dem Vergleich mit einer früheren Tina Turner oder immer noch aktiven Chaka Khan hält die 37-Jährige locker stand – gesanglich und insbesondere auch tänzerisch. Hilfreich für ihre dominierende Bühnen-Performance waren sicher die Auftritte als Mitglied vieler Dance-Crews, die an zahlreichen Fashion-Shows für Nike, Adidas und Joop teilnahmen.

Fortsetzung folgt? – hoffentlich, da aber alle Akteure noch in andere Band-Projekte eingebunden sind, könnte das schwierig werden.

„Girls With Guitars“ – der Name ist Programm, denn am 11. Februar werden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ruf Records Blues Caravan 2011“ mit den beiden US-Amerikanerinnen Cassie Taylor und Samantha Fish sowie der Britin Dani Wilde drei der heißesten Gitarristinnen der heutigen Szene gemeinsam auf der Bühne stehen.

Auf einen besonderen musikalischen Leckerbissen können sich die Fans am 12. Februar freuen, denn mit der niederländischen Formation Focus präsentiert sich eine Band, die Anfang der 70er mit Preisen nur so überhäuft wurde. Die Musik der Gruppe lebte von der Konfrontation Rock und Klassik – während Jan Akkerman (Gitarre) für den Rock zuständig war, ließ Keyboarder Thijs van Leer Elemente aus der Renaissance und dem Barock mit in die Kompositionen einfließen. 1978 kam es zur Auflösung, 2002 stellte Thijs van Leer wieder eine Focus-Formation zusammen.

Showtime der Veranstaltungen: 21 Uhr; Karten: www.bluesgarage.de




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