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Chris de Burgh singt und plaudert vor 2500 Fans in der AWD-Hall

Wenn Seeräuber-Romantik und Love-Stories auf Popsongs treffen

Wer gern eintaucht in romantische Stimmung, der wird sich bei einem Chris-de-Burgh-Konzert mehr als nur wohl fühlen. Wie kaum ein anderer Künstler versteht es der gebürtige Argentinier, seine Geschichten und „Fantasy-Stories“ in Form von überwiegend sanften Balladen dem Publikum näher zu bringen.

Getreu dem diesjährigen Tourmotto „Moonfleet & Other Stories“ entführt der irische Songpoet seine Fans, gemäß einer englischen Legende, ins 18. Jahrhundert. Seine musikalischen Abenteuer-Erzählungen sind geprägt von typischer Seeräuber-Romantik und natürlich einer Lovestory.

Die „Moonfleet Overture“ kündigt pünktlich um 20 Uhr die ersten drei Songs aus dem Konzeptalbum an, bevor Christopher John Davison, so heißt de Burgh mit bürgerlichem Namen, mit „Missing You“ und „Ship To Shore“ in die Nostalgie-Kiste greift. Gut, dass der 62-Jährige seine Ausflüge in das „Moonfleet-Album“ nicht übertreibt, denn mit seinen beiden „Footsteps“-Longplayern hat der Ire auch noch gut produzierte Coverversionen in seinem breit gefächerten Repertoire. So sorgen „SOS“ von ABBA und Karats „Über sieben Brücken musst du geh’n (Seven Bridges) für erste Beifallsstürme.

Brav begrüßt Chris de Burgh sein Publikum in Deutsch, erzählt den begeisterten Lauschern, dass er ein neues Wort in seinen deutschen Sprachschatz aufgenommen hat – nämlich „Stau“. Diesen Nervtöter kramt der Sänger im Laufe seiner Show dann auch gleich mehrmals aus seiner deutschen Schatztruhe.

„Ich liebe das hannoversche Publikum, besonders dann, wenn ich ein Indoor-Konzert gebe und draußen noch die Sonne scheint“, fügt der Balladenkönig hinzu, erinnert sich dabei ungern an ein Konzert auf der Parkbühne, bei dem er vor ein paar Jahren im wahrsten Sinne des Wortes absoff, seine Fans aber tapfer ohne Murren bis zum bitteren Ende durchhielten.

Mit „My Heart’s Surrender“ drückt der Tränendrüsen-Spezi wieder ordentlich aufs Gemüt – mit „Moonfleet Bay“ und „The Storm“ gibt es einen Nachschlag – seufz.

Es folgen die intimsten Konzert-Momente – mit Gitarre oder am Piano performt de Burgh Songs wie „Borderline“ oder „The Words I Love You“ – eine fast andächtige Stille erfüllt die AWD-Hall.

Mit „Lady In Red“ setzt der Troubadour zum Schlussspurt an, lässt es mit „Don’t Pay The Ferryman“, „The Getaway“ und „High On Emotion“ noch einmal richtig krachen – so funktioniert’s Mr. de Burgh – da dürfen sich zum Schluss die Fans auch mal von den Sitzen erheben.

Chris de Burgh begeisterte im lässigen Seeräuber-Outfit 2500 Fans in der AWD-Hall.




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