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Magnesiummangel kann gesundheitliche Folgen haben / Ausgewogene Mischkost

Wenn nachts die Waden schmerzen

Landkreis (blc). Fast jeder von uns hat schon einmal einen nächtlichen Wadenkrampf mit den dazugehörigen Schmerzen hinter sich gebracht. Dafür gibt es viele mögliche Ursachen, besonders häufig handelt es sich um Magnesiummangel. Aber es gibt deutlich mehr Gefahren, die bei einem Mangel dieses Nährstoffes auftreten können:

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Magnesium ist wichtig für: den Aufbau von Knochen und Zähnen, für das Nervensystem, die Skelettmuskulatur und für die erfolgreiche Arbeit vieler Enzyme und gehört zu den zehn wichtigsten Elementen, die der Mensch zum Leben braucht.

Magnesiummangel kann auslösen: u.a. Muskelkrämpfe, Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen, Gefäßverengungen, dadurch Durchblutungsstörungen mit möglichen Folgen für die Herzfunktion, Kopfschmerzen, Nervosität, Karies, Menstruationsbeschwerden. Nach Ergebnissen von Studien gehen Fachleute außerdem davon aus, dass durch Magnesium das Darmkrebsrisiko gesenkt wird.

Magnesiummangel und Diabetes: Gerade für Diabetiker kann sich ein Mangel negativ auswirken, denn er fördert nicht nur den Diabetes, sondern auch die Folgeschäden dieser Krankheit wie Stoffwechselstörungen an Herz- und Blutgefäßen. Magnesium ist häufig in Produkten enthalten, die von Diabetikern gemieden werden, deshalb kommt es bei diesen Patienten besonders leicht zu Mangelerscheinungen.

Wodurch kann Magnesiummangel entstehen? Bei Jugendlichen im Wachstum, bei Sportlern, in der Schwangerschaft, durch Diäten, bei Übersäuerung des Körpers, durch körperlichen oder geistigen Stress, bei langanhaltenden Durchfällen, bei kohlenhydratarmer Ernährung, durch Medikamente wie beispielsweise Antibiotika, Abführmittel, Psychopharmaka, durch zu viel Süßigkeiten.

Wie man dem Magnesiummangel vorbeugen kann: Der Körper ist nicht in der Lage, Magnesium selbst zu produzieren, deshalb muss dieser wichtige Mineralstoff durch Nahrung zugeführt werden. Schonendes Garen ist dem Kochen vorzuziehen. Auch Nahrungsergänzungsmittel sind zusätzlich möglich, wobei man sich mit seinem Arzt oder Apotheker beraten sollte.

Wie viel Magnesium ist in Lebensmitteln enthalten? Besonders viel enthalten ist in Milch, Nüssen, Soja, Sonnenblumenkernen, Schokolade, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten (mehr als 100 mg je 100 g). Immerhin noch 20 bis 100 mg pro 100 g enthalten zum Beispiel Fleisch, Fisch, Milchprodukte, die meisten Obstsorten, Brokkoli, Kohlrabi und Kartoffeln. So gut wie kein Magnesium enthalten beispielsweise stark verarbeitete Lebensmittel, Fertigprodukte, Limonaden, Alkohol, Kopfsalat, Kohl und Cornflakes.

Wie viel Magnesium braucht man täglich? Etwa 300 bis 600 mg. Normalerweise wird der tägliche Bedarf mit der Nahrung abgedeckt. Leistungssportler und Menschen, die körperlich arbeiten, verlieren mit dem Schweiß auch Magnesium und haben einen entsprechend höheren Bedarf. Auch Entwässerungs- oder Abführtabletten können einen erhöhten Bedarf zur Folge haben.

Sinnvoll ist es in jeden Fall, bei einem Verdacht auf Magnesiummangel seinen Arzt zu befragen.

Jeder dritte Erwachsene leidet gelegentlich unter nächtlichen Wadenkrämpfen. Eine häufige Ursache hierfür ist Magnesiummangel. Aber auch Schlafstörungen, Nervosität und Karies können die Folge eines Magnesiummangels sein. Foto: Fotolia



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