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Drei Schrottautos, drei Szenarien: Seminar zum Einsatz hydraulischer Geräte

Wenn moderne Technik zur Falle wird: Feuerwehrretter proben den Ernstfall

Rinteln/Exten (rd). Damit die Retter im Ernstfall schneller helfen können: Unter der Leitung von Christian Fabisch hat die Feuerwehr Exten ein Tagesseminar zum Thema "Patientengerechte Rettung mit hydraulischen Rettungsgeräten" veranstaltet. Die Fortbildung fand erstmals auf Stadtebene statt: Eingeladen wurden auch die Feuerwehren Rinteln und Goldbeck, da auch diese über hydraulische Rettungsgeräte verfügen.

Der Tag begann mit einem dreistündigen Theorieteil, der von Jörn Bielinski von der Freiwilligen Feuerwehr Bückeburg und Berufsfeuerwehr Bielefeld geleitet wurde. Hierbei wurden den 20 Seminarteilnehmern die aktuellen Vorgehensweisen und Unterschiede der einzelnen Rettungsarten sowie Kenntnisse aus medizinischer Sicht vermittelt. Nach einem kleinen Mittagessen standen für den Nachmittag drei Schrottfahrzeuge bereit, die in drei unterschiedlichen Unfallszenarien auf dem Dach, auf der Seite und auf den Rädern platziert wurden. Den Feuerwehrleuten wurde die Möglichkeit gegeben, in Kleingruppen von sieben Personen an den verschieden positionierten Fahrzeugen das vorher im Theorieteil Gehörte fachgerecht in die Praxis umzusetzen. Dabei standen ihnen Heiko und Lars Ludwig von der Feuerwehr Rinteln sowie Christian Fabisch von der Feuerwehr Exten als praktische Ausbilder zur Seite. Besonderes Augenmerk lag dabei auf den modernen Fahrzeugtechnologien. Denn diese bergen für die Retter oft Schwierigkeiten, die paradoxerweise in ihrer gesteigerten Sicherheit liegen: Mehrfach übereinanderliegende und zum Teil hochfeste Bleche, die das Leben der Insassen schützen, erschweren zugleich die Rettungsarbeiten der Feuerwehr. So wurden auch die Leistungsgrenzen der Rettungsgeräte ausgelotet und alternative Vorgehensweisen geübt. Dazu gehörten das Sichern und Abstützen der Fahrzeuge mit unterschiedlichen Gerätschaften sowie verschiedene Schneidtechniken an den Dächern und den Türen. Nach insgesamt acht Stunden Seminar waren sich alle Teilnehmer einig, auf ihre möglichen Aufgaben jetzt besser vorbereitet zu sein. Um eine schnellstmögliche Rettung zu ermöglichen, ist es wichtig, dass die Rettungsgeräte auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten werden und die Feuerwehrleute die Möglichkeit haben, sich regelmäßig fortzubilden. Aus diesem Grund bedankt sich die Feuerwehr Exten bei der Firma Bücher Landtechnik für den Transport der Fahrzeuge, der Firma Weber Hydraulik für die Bereitstellung eines Abstützsystems, der Autoverwertung Watermann für die Überlassung dreier Fahrzeuge, der Lebenshilfe Rinteln für die Bereitstellung von Rettungsgeräten und insbesondere Jörn Bielinski und Thorsten Buhrmester von der Feuerwehr Bückeburg.




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