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Feucht-schwüler Sommer führt zu Schneckenplage / Spanischen Invasoren schwer beizukommen

Wenn kleine Schleimer den Garten plündern...

Weserbergland (mig). Schwüles Wetter, Schneckenwetter: Die Schneckenplage in diesem Sommer bringt die Gärtner zur Verzweiflung. Was mühevoll herangezogen wird und wurde, ist am Morgen danach Opfer der Schnecken geworden. Wo einst frische, saftige Salatköpfe des Verzehrs harrten, bleibt nur noch der Strunk und ein Blattgerippe über. Und natürlich der Ärger.

Ihre gefräßige Spur ziehen derzeit die Schnecken durch die Gärte

Die derzeit hohe Luftfeuchtigkeit in deutschen Landen, die sich am Wochenende durch einen angekündigten Temperaturanstieg um rund 20 Grad noch steigern dürfte, macht somit nicht nur älteren und kranken Menschen zu schaffen. Auch Gartenbesitzer sind untröstlich: Die Schnecken knabbern sich durch ihre liebevollen Blumen- und Gemüsebeete. Schuld an der misslichen Lage ist nicht nur die Wetterlage, die ungeheure Menge an Nacktschnecken ist unter anderem Folge einesökologischen Verdrängungswettbewerbs der einheimischen Roten Nacktschnecke durch die Spanische Wegschnecke. Das Problem: Die Einwanderin ist aufgrund ihrer hohen Bitterkeit für traditionelle Schneckenfresser wie den Igel nicht genießbar. Weil die natürliche "Schneckenpolizei" damit teilweise ausfällt, muss der Gartenbesitzer möglichst früh selbst Hand anlegen und vorbeugend tätig werden. Eine wichtige Präventionsmaßnahme gegen die Schneckenpest ist das ganzjährige Harken, weil keine Eiablage in Bodenspalten möglich ist. Und - zweiter Tipp - gezieltes Gießen an den angekündigten bevorstehenden Hitzetagen: Wer den trockenen Garten am Abend flächendeckend sprengt, schafft optimale Bedingungenfür eine nächtliche Schnecken-Fressorgie. Gute Dienste leistet eine Barriere aus einer Schicht Sägespäne oder Asche, die aber mindestens fünf Zentimeter hoch und 30 Zentimeter breit sein muss - sonst schafft es die Schnecke doch. Bestens bewährt haben sich auch natürliche "Pflanzensperren" aus stark aromatischen Kräutern wie Thymian und Salbei. Empfehlenswert ist eine gesunde Mischkultur wie im Bauerngarten mit abwehrenden Pflanzen dazwischen; eine Monokultur ist problematisch. Ebenfalls hervorragende Ergebnisse erreicht man mit einem alten Hausmittel wie Kaffeesatz: Dabei wird der Satz entweder ausgestreut oder als Kaffeeüber die Pflanzen gesprüht. Wer Schnecken aktiv fangen möchte, sollte am Abend ein Brett als Falle auslegen. Dort sammeln sich die Tiere nachts und können morgens abgesammelt werden. Man sollte allerdings darauf achten, tote Schnecken nicht einfach liegen zu lassen. Schnecken sind Kannibalen und werden von toten Artgenossen angezogen.

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