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„The Magic Of Santana“ begeistert auf der Löwenbastion / NDZ-Blitzinterview mit Gitarrist Gerd Schlüter

Wenn ein Hauch von Woodstock den Maschsee umhüllt

Ob die „Hamburg Blues Band“ feat. Miller Anderson (Keef Hartley, Mountain, T.Rex) oder die Deep Purple Coverband „Demon’s Eye“ feat. Doogie White (Rainbow) – sie alle verfeinern ihren Sound mit Hochkarätern der Musikszene. So auch die Band „The Magic Of Santana“, die mit dem aktuellen Santana-Shouter Tony Lindsay und Ex-Sänger Alex Ligertwood (bis 1995) zwei exzellente Frontleute der Original Santana-Band in ihren Reihen hat.

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Während Ligertwood auf den Alben „Marathon“, „Zebop!“, „Shangó“ und „Sacred Fire“ sowie bei diversen Solo-Projekten von Carlos Santana mitwirkte, kann Lindsay unter anderem stolze elf Grammys für Santanas Welterfolg „Supernatural“ (1999) vorweisen.

The „Magic Of Santana“ wurde im Frühjahr 2010 von Gerd Schlüter (Gitarre), Andreas Rohde (Timbales, Percussion, Vocals) und Jürgen Pfitzinger (Congas, Bongos, Percussion) gegründet.

Gerd: Die jetzige Band ist eigentlich aus einer anderen Santana Tribute-Band entstanden, mit der ich aber nicht ganz so zufrieden war. Ich habe mich daher entschlossen, alles perfekt und professionell zu gestalten, Jürgen und Andreas mitgenommen und die Band mit Chris Haertel (Hammondorgel, Keyboards), Martin „Wunz“ Hohmeier (Bass) und weiteren Musikern zu komplettieren. Wir haben verschiedene Besetzungsmöglichkeiten – die „Einfachste“ ist „The Magic Of Santana“ mit deutschen Musikern und Sängern. Mit Alex Ligertwood konnten wir zusätzlich einen Sänger gewinnen, der 15 Jahre mit Carlos zusammengearbeitet hat. Ich habe seinerzeit bei ihm, über eine E-Mail, angefragt, ob er mit uns zusammenarbeiten möchte. Nachdem er sich unser Video angesehen hatte, bekamen wir auch verhältnismäßig schnell eine Zusage.

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  • Gitarrist und Bandgründer Gerd Schlüter im NDZ-Interview
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Während Alex Ligertwood die Santana-Band bereits 1994 verließ, shoutet Sänger Tony Lindsay seit Jahren als festes Mitglied in der Begleitband von Carlos Santana.

Gerd: Tony hat bereits in den USA zwei Bands, eine Formation in Australien und hat mir erzählt, dass er auch in Europa gerne mit einer Gruppe auftreten möchte. Über seine Homepage habe ich dann erneut Kontakt mit Tony aufgenommen und ihm mitgeteilt, dass Alex auch bei uns mitmacht. Beide kannten sich, da sie mit Carlos ein Album zusammen aufgenommen haben und auch schon gemeinsam auf der Bühne performt haben. In Fallingbostel sind wir dann das erste Mal mit Tony und Alex aufgetreten. Das war sensationell, da sich beide gegenseitig hochgepuscht haben – ich habe manchmal sogar aufgehört zu spielen – so geil war das alles.

Ins Schwärmen kommt auch vorgestern das Publikum, als es dicht gedrängt vor der Löwenbastion-Bühne dem Auftritt der Formation „The Magic Of Santana“ entgegenfiebert. Ein leichter Hauch von Woodstock umhüllt die Löwenbastion, als die Fangemeinde mit dem Opener „Marathon“ das erste Mal von der Magie der Santana-Songs erfasst wird. Mit dem 69er-Titel „Evil Ways“ geht’s weiter, kurze Zeit später dann mit „Black Magic Woman/Gypsy Queen“ und „Oye Como Va“ zwei Santana-Perlen aus dem Album „Abraxas“ (1970).

„Wenn du die Augen schließt, bekommst du das Gefühl, Carlos Santana steht direkt vor dir“, schwärmt Claudia aus Hannover, die neben uns am Tisch steht. Sicher eine Hommage an den 66-jährigen Mexikaner – aber auch einen Gruß an Gitarrist Gerd Schlüter, dessen Sechssaiter den Sound des „Rock And Roll Hall Of Fame“-Mitgliedes originalgetreu rüberbringt.

Die Band spielt wie aus einem Guss – Percussionist Raul Rekow, ebenfalls noch aktueller Musiker der Santana-Band, wird nicht sonderlich vermisst, denn die Gruppe verfügt mit Jürgen Pfitzinger über einen weiteren ausgezeichneten Percussionisten. „Raul musste aus persönlichen Gründen während der Santana-Tour bereits zurück in die USA – ist leider heute nicht dabei“, erklärt uns Gerd Schlüter während des Interviews.

Während Tony Lindsay mit „Crush“ einen Titel aus seinem Soloalbum „Tony Lindsay“ (2005) singt, performt Alex Ligertwood allein den Song „Hold On“, den er 1982 mit Carlos Santana eingespielt hat. Ansonsten reiht sich ein Santana-Juwel an das andere – Hochstimmung auf der Löwenbastion. Zum Schluss „Jingo“ - alles Bingo – grandioser Auftritt der „The Magic Of Sanata“-Band.

„Durch meinen persönlichen Kontakt zu Carlos und den Musikern, habe ich die Möglichkeit, jeden Santana-Musiker in unsere Band zu holen. Wenn es der Zeitplan zulässt, werden sicher der Trompeter und der Posaunist auch mal zu uns stoßen“, gab uns Gerd noch mit auf den Weg. Fortsetzung folgt hoffentlich im nächsten Jahr - „Make Somebody Happy“.



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