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Wie man seinen Magnesiumhaushalt durch Ernährung beeinflussen kann

Wenn die Wadenmuskeln streiken

Rinteln (blc). Das Augenlid zuckt häufig, es kribbelt in den Fingern, Schulterschmerzen? Oder nachts stellt sich plötzlich ein Wadenkrampf ein? All das können Anzeichen dafür sein, dass der Körper mehr Magnesium benötigt. Der Mineralstoff Magnesium hat im Körper viele wichtige Funktionen. Herzfunktion, Verdauungstrakt und vor allem die Nervenbahnen können bei einem Mangel an Magnesium beeinträchtigt werden, denn Magnesium reguliert die Reizübertragung auf Muskeln und Nerven. Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen können die Folge sein. Am bekanntesten sind Waden- und Fußkrämpfe.

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Der Körper produziert nicht selbst: Wie alle Mineralstoffe und Spurenelemente ist Magnesium für den menschlichen Körper lebenswichtig, wird aber nicht selbst produziert sondern muss zugeführt werden.

Was Magnesium alles kann: Bekannt ist, dass Magnesium die Muskeln entspannt und die Nerven stärkt, aber es sorgt beispielsweise auch für den Aufbau von Knochensubstanz, Sehnen und Zähnen. Außerdem hemmt es die Blutgerinnung und kann vor Thrombosen schützen.

Wieviel Magnesium braucht man täglich? Die empfohlene Tageszufuhr für Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren liegt bei männlichen Jugendlichen bei 400 Gramm, bei Frauen etwa bei 350 Gramm. Männer haben einen etwas höheren Bedarf, weil sie mehr Muskel- und Knochenmasse besitzen.

Schwangere und Stillende haben für die gesunde Entwicklung des Kindes erhöhten Magnesiumbedarf.

Sportler verbrauchen wegen der erhöhten Muskelaktivität deutlich mehr Magesium, das außerdem durch Schwitzen verstärkt ausgeschieden wird.

Ältere Menschen essen meist weniger, benötigen aber nach wie vor dieselbe Menge an Magnesium, hier muss notfalls mit Tabletten der Ausgleich geschaffen werden.

Stress kann sich negativ auf Menschen mit Magnesiummangel auswirken. Nervosität, Hektik und Reizbarkeit ist die Folge.

Auch Diäten mit kalorienarmer Ernährung decken in der Regel nicht den täglichen Magnesiumbedarf ab.

Welche Lebensmittel enthalten viel Magnesium? Sowohl in pflanzlichen als auch tierischen Lebensmitteln kommt Magnesium vor. Ganz vorn in der Tabelle sind Weizenkleie (550 mg pro 100 g), Sonnenblumen- oder auch Kürbiskerne /450 mg pro 100 g) , Nüsse, Sojabohnen, aber auch Schokolade (290 mg pro 100 g).

Mittlere Mengen haben beispielsweise Haferflocken, weiße Bohnen, Spinat, Nudeln und Heringsfilets (zwischen 140 und 70 mg pro 100 g), Schlusslichter in der Tabelle sind Schweine- und Rindfleisch, Vollmilch und Joghurt.

Mineralwasser: Zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung kann man magnesiumhaltiges Mineralwasser trinken. Durch die flüssige Form nimmt der Körper das Mineral besonders gut auf.

Magnesium zusätzlich einnehmen: Um einem Mangel vorzubeugen, sollte bei der Ernährung auf magnesiumreiche Mischkost geachtet werden. Zusätzlich gibt es Präparate zur Ergänzung in Apotheken. Unter besonderen Umständen kann ein Arzt sogar intravenös spritzen. Wer unsicher ist, sollte seinen Arzt um Rat fragen.

Verspannungen: Nicht alle schmerzhaften Verspannungen sind auf Magnesiummangel zurückzuführen. Zunächst sollte die Ursache gesucht werden. Manchmal hilft schon eine bewusstere Körperhaltung oder die Vermeidung von Stress.

Nicht nur Wadenkrämpfe, auch Verdauungsprobleme und Verspannungen im Nacken-Schulterbereich können auf einen Magnesiummangel hinweisen. Denn Magnesium entspannt Muskeln und stärkt Nerven.



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