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2500 Fans feiern Chris Rea in der Swiss Life Hall

Wenn die Slide-Guitar weint

„Fool, If You Think It’s Over“ – was so viel heißt wie „Ein Narr, wenn du denkst, dass es vorbei ist“, erklärte Rea nach seiner schweren Krebserkrankung. Damit sollte er recht behalten, denn als er sich 2006 auf seiner offiziellen „Road To Hell & Back“-Abschiedstournee befand, glaubte niemand mehr, dass der Brite noch einmal zurück ins Rampenlicht kehren würde.

Ob er die „Stony Road“ ein letztes Mal geht, sei dahingestellt – in Hannover präsentiert sich der Musiker mit den sparsamen Gesten jedenfalls in Höchstform. 2500 Fans lauschen andächtig den niveauvollen, gefühlsbetonten Rocksongs, die an diesem Abend aus seiner Slide-Gitarre fließen.

Dass die Setlist seit Jahren fast unverändert ist, stört keinen – singt seine Whiskey-getränkte Stimme doch den Blues wie kaum ein anderer. „The Last Open Road“ als Opener, danach lässt „Der König des Bottleneck-Spiels“ mit Songs wie „Josephine“, „Julia“ sowie „Somewhere Between Highway 61 & 49“ eine einzigartige Musikgeschichte Revue passieren.

Der 63-Jährige fühlt sich wohl, tänzelt bei „Stainsby Girls“ über die Bühne und zeigt in diesen Momenten, dass er noch immer großen Spaß bei seinen Liveauftritten hat. Nach den Songs nur eine kurze Verbeugung und ein „Dankeschön“ – dafür sprechen die „Pinky“ Fender Stratocaster und seine Stimme aber Bände. Nach „Road To Hell“ gibt es Standing Ovations – mit „On The Beach“ und „Let’s Dance“ geht es in eine kurze Verlängerung. Die Liebe zum Blues versetzt Berge – wie wahr.




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