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Wenn der Alarm Nerven kostet

Hachmühlen. Rauchmelder sollen Leben retten – in der Grundschule Hachmühlen kosten die elektronischen Helfer allerdings Nerven. Seit mehr als zwei Jahren kämpft Schulleiterin Ursula Börns mit den Tücken der Technik und fehlerhaften Alarmierungen. Mit der Installation einer neuen Anlage am Dienstag glaubte sie die Probleme behoben, doch bereits gestern meldete auch die neue Anlage einen Fehler.

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Ernst nehmen die älteren Grundschüler den Alarm der Rauchmelder schon längst nicht mehr, berichtet Börns. „Nicht schon wieder“, würden die Zweit-, Dritt- und Viertklässler bei dem schrillen Warnton aufstöhnen, während die Erstklässler noch regelrecht in Panik gerieten. „Und es scheint nicht möglich zu sein, eine fehlerfrei arbeitende Anlage installieren zu lassen“, ärgert sich die Schulleiterin.

Zu Schuljahresbeginn hatten die Erstklässler gerade ihre erste Schulstunde begonnen, als ein Fehlalarm sie schon aus dem Gebäude scheuchte. Und Schulleiterin Börns steht jedes Mal vor der Frage, ob sie tatsächlich die Feuerwehr alarmieren soll – viel zu oft habe die Anlage falsch ausgelöst, doch ein Restrisiko bleibe. Für Heinrich Jochim, den stellvertretenden Stadtbrandmeister, stellt sich diese Frage allerdings nicht: Bei Alarm hätten alle Personen das Gebäude zu verlassen, die Feuerwehr müsse sich überzeugen, ob das Gebäude wieder gefahrlos zu betreten sei. Und auch die für Brandschutz zuständigen Mitarbeiter des Landkreises bestätigen, dass Rauchmelder funktionieren müssen.

Nach dem jüngsten Alarm Anfang der vergangenen Woche reichte es Börns wie auch Elternvertretern, sie wandten sich an die zuständige Stadtverwaltung. „Es kann doch nicht sein, dass dieses Problem nicht in den Griff zu kriegen ist“, ärgert sich die Schulelternratsvorsitzende Melanie Matuszak-Röhrig. Die Verwaltung reagierte – wenn auch fragwürdig: Die Rauchmelder wurden wieder einmal deaktiviert und die Installation einer neuen Anlage angekündigt. Die wurde am Dienstag während der Unterrichtszeit eingebaut.

Gestern Morgen meldete die Anlage jedoch bereits akustisch eine Fehlfunktion. Und weil eine Referendarin just an diesem Tag in der Grundschule ihr Staatsexamen ablegen musste und eine Fehlalarmierung den reibungslosen Prüfungsablauf gefährdet hätte, ließ Börns den Notdienst der ausführenden Firma anrücken – der die neu installierte Anlage kurzerhand wieder außer Betrieb nahm.jhr



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